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Welche Fehler Sie vermeiden sollten, wenn eine Rate versehentlich zurückgeht

Dieser Artikel richtet sich an private Verbraucher in Deutschland, die einen Kredit in monatlichen Raten zurückzahlen und feststellen, dass eine Rate nicht beim Kreditgeber angekommen ist. Eine Rate geht zurück, wenn die Bank eine Lastschrift nicht einlöst: weil das Konto nicht gedeckt war, die Abbuchung blockiert wurde, die Kontodaten nicht mehr stimmen oder ein technischer Fehler vorliegt.

Auch wenn Sie nichts dafür können, gilt die Rate ab dem Fälligkeitstag als nicht gezahlt. Sie sind sofort im Verzug, die Bank verlangt Gebühren, und bei anhaltendem Rückstand droht die Kündigung des Kredits. Prüfen Sie deshalb die Rückbuchung sofort. Zahlen Sie den vollen Betrag nach und informieren Sie den Kreditgeber, bevor er mahnt.

Was eine zurückgegangene Rate auslöst

Sobald die Rate am Fälligkeitstag nicht beim Kreditgeber eintrifft, sind Sie sofort im Verzug, auch wenn die Rückbuchung nicht Ihre Absicht war. Verzug bedeutet rechtlich: Sie haben die fällige Zahlung nicht rechtzeitig geleistet, und der Kreditgeber darf dafür Verzugszinsen verlangen. Zusätzlich verlangt Ihre Bank eine Gebühr für die Rücklastschrift. Die Höhe ist je nach Bank unterschiedlich. Beides kommt zu der offenen Rate dazu, sodass die Nachzahlung teurer wird als die ursprüngliche Rate.

Bleibt der Rückstand bestehen, kann der Kreditgeber den Vertrag kündigen. Bei einem Immobilienkredit ist das möglich, wenn Sie mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Raten in Verzug sind und der Rückstand mindestens einen bestimmten Prozentsatz des ursprünglichen Darlehensbetrags ausmacht. Nach der Kündigung wird die gesamte Restschuld sofort fällig; bei einer Immobilienfinanzierung droht dann die Zwangsversteigerung. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Kontakt zum Kreditgeber aufzunehmen und eine Lösung zu finden, bevor die Kündigung ausgesprochen wird.

Auch ein negativer SCHUFA-Eintrag ist möglich, wenn die Zahlungsstörung längere Zeit besteht. Ein solcher Eintrag erschwert spätere Kredite, Handyverträge oder Mietverträge. Ob der Kreditgeber meldet, hängt von der Dauer des Rückstands und seiner eigenen Praxis ab; eine einzelne, schnell ausgeglichene Rückbuchung landet in der Regel nicht bei der SCHUFA.

Phase Was passiert Folge für Sie
Rückbuchung Die Bank löst die Lastschrift nicht ein, das Geld fehlt beim Kreditgeber Sie sind ab dem Fälligkeitstag im Verzug
Kurz danach Bank und Kreditgeber berechnen Gebühren und Verzugszinsen Die Nachzahlung wird teurer als die ursprüngliche Rate
Anhaltender Rückstand Mahnung, dann Kündigungsandrohung Die gesamte Restschuld kann sofort fällig werden
Nach der Kündigung Bei Immobilienkrediten droht die Zwangsversteigerung Sie verlieren die Immobilie

Die häufigsten Fehler und ihre Folgen

Der größte Fehler ist, die Rückbuchung zu ignorieren. Viele hoffen, dass die Bank die Lastschrift automatisch wiederholt oder der Kreditgeber Nachsicht zeigt. Beides ist unsicher, und solange der Rückstand besteht, laufen Zinsen und Gebühren auf. Prüfen Sie Ihren Kontoauszug, sobald Sie eine Rückbuchung bemerken, und klären Sie, warum die Lastschrift nicht eingelöst wurde.

  • Nichts tun und auf eine automatische Korrektur hoffen. Die Bank wiederholt eine zurückgegebene Lastschrift nicht zuverlässig, und der Kreditgeber wartet nicht. Solange der Rückstand besteht, laufen Verzugszinsen auf und die Kündigung rückt näher.
  • Nur die Rate überweisen. Zur offenen Rate kommen die Rücklastschriftgebühr Ihrer Bank und die Verzugszinsen des Kreditgebers. Wer nur den Ratenbetrag zahlt, bleibt mit dem Rest im Rückstand. Fragen Sie deshalb nach der genauen offenen Summe.
  • Den Kreditgeber nicht informieren. Eine kurze Nachricht, dass die Rate zurückging und Sie den Betrag überweisen, verhindert Missverständnisse und zeigt Zahlungswillen. Bei einem Immobilienkredit kann ein frühes Gespräch die Zwangsversteigerung verhindern.
  • Auf angebliche Banknachrichten reagieren. Nach einer Zahlungsstörung nutzen Betrüger die Verunsicherung aus. Das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale dokumentiert solche Mails, und auch beim Zahlungsstopp bei PayPal warnten Verbraucherschützer vor falschen Anrufen. Klicken Sie keine Links in solchen Nachrichten an. Nennen Sie niemals TANs oder Passwörter.
  • Belege nicht aufbewahren. Wenn die Bank den Fehler verursacht hat, brauchen Sie Kontoauszüge, Lastschriftanzeigen und den Schriftverkehr mit dem Kreditgeber, um Gebühren zurückzufordern. Legen Sie diese Unterlagen an einem Ort ab, bis die Angelegenheit abgeschlossen ist.

So holen Sie die Rate richtig nach

Die Reihenfolge ist einfach: erst klären, dann zahlen, dann informieren, dann kontrollieren.

  1. Prüfen Sie den Kontoauszug und notieren Sie Datum und Grund der Rückbuchung, etwa "mangelnde Deckung" oder "Konto geschlossen".
  2. Fragen Sie beim Kreditgeber nach der offenen Summe. Sie besteht aus der Rate, der Rücklastschriftgebühr und den bis dahin aufgelaufenen Verzugszinsen.
  3. Überweisen Sie den Betrag und geben Sie die Vertragsnummer im Verwendungszweck an.
  4. Informieren Sie den Kreditgeber schriftlich über die Überweisung, am besten per E-Mail oder Brief.
  5. Kontrollieren Sie im nächsten Kontoauszug und in der nächsten Abrechnung, ob die Zahlung korrekt verbucht wurde.

Wenn Sie das Konto gewechselt haben, teilen Sie dem Kreditgeber die neuen Kontodaten mit und erteilen Sie ein neues SEPA-Lastschriftmandat, also eine neue Einzugsermächtigung. Sonst geht die nächste Rate erneut zurück. Manchmal führt eine Bank Zahlungen verspätet aus oder blockiert sie kurzzeitig; Verbraucherschützer haben das etwa beim Zahlungsstopp bei PayPal beobachtet. Geht die Rückbuchung auf eine solche Störung zurück, reklamieren Sie sie bei Ihrer Bank und legen Sie den Kontoauszug als Beleg vor. Die Rate muss trotzdem ankommen, sonst bleiben Sie im Verzug.

Wenn Sie nicht zahlen können oder die Bank schuld ist

Wenn Ihr Konto nicht gedeckt ist und Sie die Rate auch in den nächsten Wochen nicht zahlen können, sprechen Sie mit dem Kreditgeber, bevor die nächste Mahnung kommt. Viele Kreditgeber bieten eine Stundung oder eine Anpassung der Ratenhöhe an. Bei einer Immobilienfinanzierung gilt das besonders: Je früher Sie Kontakt aufnehmen, desto größer ist die Chance, eine Kündigung und die Zwangsversteigerung zu vermeiden. Wenn die Lage aussichtslos erscheint, hilft eine kostenlose Schuldnerberatung oder die Verbraucherzentrale vor Ort.

Wenn Ihr Konto gepfändet wurde, haben Sie als Kontoinhaber das Recht, es in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umzuwandeln. Damit bleibt ein gesetzlich geschützter Grundbetrag vor dem Zugriff der Gläubiger sicher, sodass Sie weiterhin über Geld für den Lebensunterhalt verfügen können.

Hat dagegen die Bank die Rückbuchung zu verantworten, etwa durch eine technische Störung oder eine falsche Buchung, reklamieren Sie die Gebühr bei Ihrer Bank und fordern Sie die Erstattung schriftlich. Legen Sie Kontoauszüge und Belege bei und setzen Sie eine Frist. Parallel dazu muss die Rate beim Kreditgeber ankommen. Überweisen Sie den Betrag notfalls manuell, damit Sie nicht selbst in Verzug geraten.

Kernaussagen

  • Handeln Sie sofort: Eine zurückgegangene Rate bedeutet Verzug ab dem Fälligkeitstag, auch wenn Sie nichts dafür können. Jeder Tag erhöht die offene Summe um Zinsen und Gebühren.
  • Zahlen Sie den vollen Betrag: Rate, Rücklastschriftgebühr und Verzugszinsen gehören zusammen. Fragen Sie den Kreditgeber nach der genauen offenen Summe, bevor Sie überweisen.
  • Informieren Sie den Kreditgeber frühzeitig: Eine kurze Nachricht über die Rückbuchung und die geplante Nachzahlung verhindert Missverständnisse. Bei Immobilienkrediten kann sie zudem die Kündigung und Zwangsversteigerung verhindern.
  • Misstrauen Sie Nachrichten nach der Zahlungsstörung: Betrüger nutzen die Verunsicherung für Phishing-Mails und falsche Anrufe. Kontaktieren Sie Bank und Kreditgeber nur über offizielle Wege.
  • Sichern Sie Belege: Kontoauszüge und Schriftverkehr sind nötig, wenn die Bank den Fehler verursacht hat und Sie Gebühren zurückfordern wollen.

FAQ

Was kostet eine zurückgegangene Rate?

Ihre Bank verlangt eine Rücklastschriftgebühr, der Kreditgeber berechnet Verzugszinsen ab dem Fälligkeitstag. Die Höhe der Gebühr ist von Bank zu Bank unterschiedlich; fragen Sie beide Seiten nach der genauen Summe. Je schneller Sie zahlen, desto geringer fällt der Schaden aus.

Wird eine einzelne Rückbuchung sofort an die SCHUFA gemeldet?

Eine einzelne, schnell ausgeglichene Rückbuchung führt in der Regel nicht zu einem Eintrag. Meldet der Kreditgeber eine Zahlungsstörung, dann meist erst bei anhaltendem Rückstand oder nach einer Kündigung. Sicher vermeiden Sie den Eintrag, indem Sie die offene Summe umgehend zahlen.

Kann die Bank den Kredit kündigen, wenn nur eine Rate zurückgeht?

Eine einzelne Rate reicht in der Regel nicht für eine Kündigung. Bei einem Immobilienkredit muss der Rückstand mindestens zwei aufeinanderfolgende Raten und einen bestimmten Prozentsatz des ursprünglichen Darlehensbetrags umfassen. Trotzdem sollten Sie die Rückbuchung ernst nehmen, denn Gebühren und Zinsen laufen ab dem ersten Tag.

Was mache ich, wenn die nächste Rate wieder zurückgeht?

Prüfen Sie vor dem Fälligkeitstag, ob das Konto gedeckt ist und die Kontodaten stimmen. Nach einem Kontowechsel müssen Sie dem Kreditgeber die neuen Daten mitteilen und ein neues SEPA-Lastschriftmandat erteilen. Erwarten Sie eine Störung, informieren Sie den Kreditgeber rechtzeitig und überweisen Sie die Rate manuell.

Kann ich die Rücklastschriftgebühr zurückfordern, wenn die Bank den Fehler gemacht hat?

Ja. Reklamieren Sie die Gebühr bei Ihrer Bank, legen Sie Kontoauszüge und Belege vor und setzen Sie eine Frist zur Erstattung. Parallel dazu muss die Rate trotzdem beim Kreditgeber ankommen, sonst bleiben Sie im Verzug.

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