Rendite aus echten Geldbewegungen Basis annualisiert einen Start- und Endwert. Experte rechnet beliebig datierte Einzahlungen und Rückflüsse, explizite Gebühren und Steuern, Inflation, Alternativen und Kapitalwerte. Mehrere mathematische Lösungen werden nie versteckt. Ergebnis aus deinen Zahlungsströmen Actual/365, klar begrenzter Bereichsscan und prüfbare Barwerte. Basis behandelt den Startbetrag als Auszahlung und den Endwert als Rückfluss. Die Gesamtrendite ist Endwert geteilt durch Startwert minus eins. XIRR annualisiert dieselbe Veränderung über die tatsächliche Zahl der Tage. Ein Schaltjahr kann deshalb ein leicht anderes Ergebnis liefern als eine pauschale Zwei-Jahres-Rechnung. XIRR ist der jährliche Zinssatz, bei dem die Summe aller auf das erste Datum abgezinsten Netto-Cashflows null wird. Jeder Zeitabstand ist tatsächliche Tage geteilt durch 365. Die Zahl ist geldgewichtet: Höhe und Zeitpunkt deiner Einzahlungen und Rückflüsse verändern sie. Der Rechner erfindet keine Kosten und wendet keine Steuerregel an. Eine Investitionszeile wird um eingetragene Gebühren und Steuern vergrößert, ein Rückfluss um diese Abzüge verkleinert. Zusätzlich zeigt der Vergleich denselben Brutto-Zahlungsweg ohne Abzüge und nur nach Gebühren. Reale Rendite ist nominale XIRR geteilt durch eins plus deine Inflationsannahme, anschließend minus eins. Wechselt ein Zahlungsweg mehrfach zwischen negativ und positiv, kann die Kapitalwertkurve mehrere Nullstellen besitzen. Dann können verschiedene jährliche Renditen dieselben Cashflows rechnerisch auf null abzinsen. Der Rechner zeigt alle gefundenen Lösungen oder eine Warnung zum mehrdeutigen Muster. Ergänzend helfen Geldüberschuss, Multiplikator und XNPV bei selbst gewählten Vergleichszinsen. XIRR gewichtet Zeitpunkte nach deinem eingesetzten Geld. Das ist für die persönliche Erfahrung mit Einzahlungen und Entnahmen nützlich. Für die Leistung eines Fonds oder Managers unabhängig von deinen Cashflows ist eine zeitgewichtete Rendite eine andere Kennzahl. Vergleiche deshalb nur Ergebnisse mit derselben Perspektive und vollständigen Zahlungsdaten. Wer 10.000 Euro investiert, später 2.000 Euro nachlegt und danach mehrere Rückflüsse erhält, kann nicht einfach Gewinn durch 12.000 teilen und das Ergebnis pro Jahr nennen. XIRR berücksichtigt, dass die Nachzahlung kürzer arbeitet und Ausschüttungen früher zurückkommen. Prüfe daneben immer den absoluten Geldüberschuss und ob Gebühren oder eingegebene Steuern die Differenz erklären. Der Rechner kennt keine Kurse, Marktrenditen, Steuerpflicht, Verlustverrechnung, Produktqualität oder Wahrscheinlichkeit. Eine hohe XIRR bei kurzer Haltedauer kann aus kleinen Betragsunterschieden entstehen. Exportiere das Audit-Ledger, gleiche jede Zeile mit Konto- und Steuerunterlagen ab und vergleiche nur vollständige Zahlungswege über einen sinnvollen Zeitraum. Alle Eingaben bleiben im Browser. Es gibt keine Speicherung, Übertragung oder URL mit Finanzwerten. Die Methodik orientiert sich an den veröffentlichten XIRR- und XNPV-Definitionen mit 365-Tage-Basis sowie an Verbraucherinformationen zu Kosten und Kaufkraft. Vor einer Veröffentlichung muss der redaktionelle Eigentümer alle Quellen frisch prüfen.Was war deine Geldanlage wirklich wert?
Deine geldgewichtete Cashflow-Rendite
XIRR verstehen, prüfen und richtig einordnen
Was Basis berechnet
Was XIRR mathematisch bedeutet
Gebühren, Steuern und Inflation
Warum mehrere XIRR möglich sind
XIRR ist nicht zeitgewichtete Portfoliorendite
Beispiel und Interpretation
Grenzen und nächster Schritt
Datenschutz und Quellenstand
Ein XIRR-Rechner berechnet die annualisierte Rendite einer Zahlungsreihe anhand der konkreten Zahlungsdaten. Dabei zählen nicht nur Einzahlungen und Auszahlungen, sondern auch ihre genauen Zeitpunkte.
Das ist wichtig bei mehreren Einzahlungen, Ausschüttungen, Gebühren, Steuern oder einem aktuellen Wert. XIRR zeigt, welche jährliche Rendite sich aus den tatsächlichen Geldflüssen ergibt. Sie beschreibt vergangene Zahlungen oder eine eingegebene Bewertung. Sie ist keine Prognose, Steuerberechnung oder Anlageempfehlung.
Für Menschen mit laufenden Raten, Sparplänen, Depotkäufen oder Rückzahlungen kann XIRR helfen, die eigene Geldbewegung einzuordnen. Sie beantwortet aber nicht automatisch die Frage, ob ein Kredit, eine Anlage oder eine Umschuldung sinnvoll ist. Dafür müssen auch Monatsrate, verfügbare Liquidität, Restschuld, Laufzeit und mögliche Risiken betrachtet werden.
XIRR berücksichtigt unregelmäßige Zahlungstermine
XIRR steht für den internen Zinsfuß von Zahlungsströmen mit unregelmäßigen Terminen. Die Methode eignet sich daher für Einzahlungen und Auszahlungen an beliebigen Kalendertagen. Microsoft beschreibt XIRR als Verfahren für Zahlungsreihen, deren Abstände nicht gleichmäßig sein müssen. LibreOffice dokumentiert ebenfalls die datumsbasierte Berechnung.
Für die Berechnung gelten diese Vorzeichenregeln:
- Geld, das vom eigenen Konto in eine Position fließt, zählt als negativer Zahlungsstrom.
- Geld, das auf das eigene Konto zurückfließt, zählt als positiver Zahlungsstrom.
- Gebühren und eingegebene Steuern erhöhen den Betrag einer Investition oder verringern den Zahlungseingang.
Die Perspektive des eigenen Kontos ist entscheidend. Wer beispielsweise 1.000 € investiert und dabei 5 € Gebühr zahlt, hat einen Zahlungsstrom von −1.005 €. Kommen später 1.100 € auf dem Konto an und werden davon 20 € Steuer abgezogen, beträgt der Zahlungseingang +1.080 €. Die Trennung verhindert, dass Kosten oder Abzüge unbemerkt doppelt berücksichtigt werden.
Die Berechnung verwendet die tatsächliche Differenz zwischen den Kalendertagen und einen Jahresfaktor von 365. Die Methode lässt sich so schreiben:
Dabei bezeichnet den signierten Zahlungsstrom am Datum , das früheste Zahlungsdatum und den annualisierten Zinssatz. XIRR ist genau der Zinssatz, bei dem der so berechnete XNPV gleich null ist. Microsoft beschreibt diesen Zusammenhang zwischen XIRR und XNPV.
„Actual/365“ bedeutet: Im Zähler stehen die tatsächlichen Kalendertage. Der Nenner bleibt trotzdem 365. Zwischen dem 2. Januar 2024 und dem 2. Januar 2026 liegen deshalb 731 Tage, weil der Zeitraum den Schalttag 2024 enthält. Die Annualisierung teilt diesen Zeitraum nicht durch 366.
Mindestens ein negativer und ein positiver Zahlungsstrom sind erforderlich. Eine reine Reihe aus Einzahlungen oder eine reine Reihe aus Auszahlungen kann keinen sinnvollen XIRR liefern. Ungültige oder als Text eingegebene Datumswerte können ebenfalls zu Fehlern führen. Zur Prüfung werden die Eingaben vor der Berechnung chronologisch sortiert.
Zahlungen am selben Kalendertag sind grundsätzlich möglich. Für die Zeitgewichtung liegen sie dann gleich weit vom Startdatum entfernt. Dennoch sollten sie als getrennte Zeilen dokumentiert bleiben, wenn sie unterschiedliche Ursachen haben, etwa eine Einzahlung, eine Gebühr und eine Ausschüttung. Das Prüfprotokoll bleibt dadurch verständlicher.
XIRR-Basis für zwei Zahlungszeitpunkte
Der Modus Basis ist für einen einfachen Fall gedacht: einen Startbetrag an einem Startdatum und einen Endwert an einem Enddatum. Daraus entsteht intern diese Zahlungsreihe:
- Startbetrag als negativer Geldabfluss am Startdatum.
- Endwert als positiver Zahlungseingang am Enddatum.
In der Eingabe wird der Startbetrag positiv angezeigt, weil Leser meist den investierten Betrag eintragen. Für XIRR wird er danach aus Sicht des eigenen Kontos als negativer Zahlungsstrom behandelt.
Basis liefert vier unterschiedliche Ergebnisse:
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| Annualisierte XIRR | Jährlicher, datumsgewichteter Renditesatz |
| Kumulierte Rendite | Gesamte prozentuale Veränderung über den Zeitraum |
| Absoluter Gewinn | Endwert minus Startbetrag |
| Exakte Haltedauer | Kalender-Tage zwischen Start- und Enddatum |
Die kumulierte Rendite lautet:
Der absolute Gewinn lautet:
Fiktives Basis-Beispiel
Das folgende Beispiel ist vollständig erfunden. Es ist weder eine Aussage über einen Markt noch über ein Produkt, eine Steuerwirkung oder eine künftig erzielbare Rendite.
| Eingabe oder Ergebnis | Wert |
|---|---|
| Startdatum | 2. Januar 2024 |
| Startbetrag | 10.000,00 € |
| Enddatum | 2. Januar 2026 |
| Endwert | 12.000,00 € |
| Exakte Haltedauer | 731 Tage |
| Absoluter Gewinn | 2.000,00 € |
| Kumulierte Rendite | 20,00 % |
| Annualisierte XIRR nach Actual/365 | 9,5309 % |
Die Annualisierung lautet:
Der prozentuale Zuwachs beschreibt die gesamte Veränderung über die komplette Haltedauer. Die annualisierte Rendite ist die auf ein Jahr umgerechnete Rendite, die den genauen Abstand der Zahlungsdaten berücksichtigt.
Bei einer kurzen Haltedauer können annualisierte Werte besonders hoch oder niedrig wirken. Ein Gewinn über wenige Wochen wird mathematisch auf ein volles Jahr hochgerechnet; daraus folgt nicht, dass sich dieses Ergebnis über ein Jahr wiederholen wird. Für die praktische Einordnung sollten deshalb immer sowohl der absolute Gewinn als auch die Haltedauer sichtbar bleiben.
Basis reicht nicht mehr aus, wenn zwischendurch weitere Käufe, Verkäufe, Ausschüttungen, Entnahmen, Gebühren oder Steuerabzüge vorkommen. Dann muss die vollständige Zahlungsreihe in den Modus Expert. Zwischenzahlungen sollten nicht einfach im Endwert stecken, denn ihr Zeitpunkt kann die XIRR verändern.
XIRR-Expert für vollständige Zahlungsreihen
Der Modus Expert unterstützt bis zu 200 Zeilen mit Datum. Jede Zeile enthält:
- Datum
- Richtung: Investition oder Zahlungseingang
- Bruttobetrag
- ausdrücklich eingetragene Gebühr
- vom Leser eingetragener Steuerbetrag
- Bezeichnung
- aus den Angaben abgeleiteter Zahlungsstrom
- optional die Kennzeichnung als aktueller Wert beziehungsweise abschließender Zahlungseingang
Die Vorzeichen folgen konsequent der Perspektive des eigenen Kontos:
| Zeilentyp | Berechnung des Leser-Zahlungsstroms |
|---|---|
| Investition | |
| Zahlungseingang | |
| Aktueller Wert als abschließender Zahlungseingang | positiver Endwert abzüglich optional eingetragener Abzüge |
Bei einer Investition erhöht die Gebühr den negativen Betrag. Bei einem Zahlungseingang verringert der Steuerbetrag den positiven Betrag.
Der Steuerwert ist ausdrücklich nur ein vom Leser eingetragener Steuerbetrag. Der Rechner ermittelt keine endgültige Steuerschuld. Er kennt beispielsweise keine persönlichen Freibeträge, Verlustverrechnungen, Erstattungen, Steueransässigkeit oder besondere steuerliche Hüllen.
Auch Rückzahlungen aus Darlehen oder private Entnahmen lassen sich als Zahlungsreihe erfassen, sofern die Richtung klar ist. Eine Auszahlung aus Sicht des eigenen Kontos ist negativ, eine spätere Rückzahlung positiv. Der Rechner bewertet damit nur die eingegebenen Zahlungsströme. Er ersetzt weder den Tilgungsplan eines Kreditgebers noch eine Prüfung der vertraglichen Kosten.
Offene Positionen brauchen einen Endwert
Ist eine Position am Bewertungsdatum noch offen, gibt es keinen tatsächlichen Verkaufserlös. Für die Renditeberechnung braucht die Zahlungsreihe trotzdem einen positiven Schlusswert. Deshalb zählt der aktuelle Wert als abschließender Zahlungseingang.
Das ist eine Annahme zur Bewertung und kein Nachweis für einen Verkauf. Die Ausgabe sollte deshalb klar heißen:
- „einschließlich aktuellem Wert zum [Datum]“
- „Ergebnis einschließlich Schlussbewertung“
- „Bewertung am angegebenen Stichtag“
Die Bezeichnung „realisierte Rendite“ wäre bei einer noch offenen Position falsch. Auch eine geschätzte Verkaufsgebühr oder ein geschätzter Steuerabzug darf nur als Eingabeannahme erscheinen.
Der Stichtag sollte zum angegebenen Wert passen: Ein Depotwert vom Monatsende gehört nicht zu einem Zahlungsdatum aus der Monatsmitte, wenn sich der Wert in der Zwischenzeit geändert haben kann. Wer mehrere offene Positionen zusammenfasst, sollte außerdem nachvollziehbar festhalten, aus welchen Einzelwerten sich der Endwert zusammensetzt.
Fiktives Expert-Beispiel
Auch dieses Beispiel zeigt nur eine mögliche Eingabe. Es sagt nichts über ein konkretes Anlageergebnis aus. Es entspricht den voreingestellten Expert-Zeilen des Rechners.
| Datum | Richtung | Bruttobetrag | Gebühr | Eingetragene Steuer | Bezeichnung | Leser-Zahlungsstrom |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Januar 2024 | Investition | 10.000,00 € | 25,00 € | 0,00 € | Startinvestition | −10.025,00 € |
| 15. Juni 2024 | Investition | 2.000,00 € | 5,00 € | 0,00 € | Weitere Einzahlung | −2.005,00 € |
| 20. Dezember 2024 | Zahlungseingang | 1.000,00 € | 0,00 € | 50,00 € | Ausschüttung | +950,00 € |
| 30. Juni 2025 | Zahlungseingang | 4.000,00 € | 10,00 € | 200,00 € | Teilentnahme | +3.790,00 € |
| 1. Februar 2026 | Zahlungseingang | 10.000,00 € | 25,00 € | 500,00 € | Verkauf | +9.475,00 € |
Für diesen Zahlungsweg ergeben sich aus den ungerundeten Rechenwerten:
- gesamte Auszahlungen des Lesers: 12.030,00 €
- Zahlungseingänge: 14.215,00 €
- absoluter Gewinn: 2.185,00 €
- Geldmultiplikator: 1,1816x
- eingetragene Gebühren: 65,00 €
- eingetragene Steuern: 750,00 €
- annualisierte XIRR nach allen Eingaben: 9,8729 %
- reale XIRR bei 2,00 % eingetragener Inflation: 7,7185 %
- Brutto-XIRR ohne eingetragene Gebühren und Steuern: 13,4267 %
- XIRR nach Gebühren, vor eingetragenen Steuern: 13,1178 %
- XNPV bei 8 Prozent: +369,34 €
- XNPV bei 12 Prozent: −397,44 €
XNPV ergänzt XIRR um einen frei gewählten Vergleichssatz. Bei einem Abzinsungssatz von 8 Prozent ist der Zahlungsweg in diesem Beispiel positiv bewertet. Bei 12 Prozent ist er negativ bewertet. Die XIRR liegt dazwischen, weil sie den Satz sucht, bei dem XNPV null wird. LibreOffice dokumentiert XIRR und XNPV für datierte Zahlungsströme.
Gebühren und Steuern bleiben nachvollziehbar
Ein transparenter Rechner sollte nicht nur einen Endwert ausgeben, sondern drei vollständige Zahlungswege nebeneinander berechnen:
| Zahlungsweg | Investitionen | Zahlungseingänge | Zweck |
|---|---|---|---|
| Brutto | −Bruttobetrag | +Bruttobetrag | Geldbewegung vor den eingetragenen Abzügen |
| Gebührenbereinigt | −(Brutto + Gebühr) | +(Brutto − Gebühr) | Wirkung der Gebühren isolieren |
| Leser-Zahlungsweg | −(Brutto + Gebühr + Steuer) | +(Brutto − Gebühr − Steuer) | Hauptsicht: tatsächlich gezahltes und erhaltenes Geld |
Im Expert-Beispiel betragen die eingetragenen Gebühren 65,00 € und die eingetragenen Steuern 750,00 €, zusammen 815,00 €. Der absolute Gewinn sinkt dadurch vom Bruttovergleich zum Leser-Zahlungsweg. Die annualisierte Rendite kann ebenfalls fallen, weil Gebühren und Abzüge zu bestimmten Zeitpunkten anfallen.
Die Vergleichswerte sind keine Bewertung eines Produkts. Sie zeigen nur, wie Gebühren und eingetragene Abzüge dieselben datierten Zahlungsströme verändern. BaFin erläutert für geschlossene Publikumsfonds, dass Kosten, Verlustrisiko und eingeschränkte Liquidität bei der Einordnung eines solchen Produkts relevant sein können. Die konkrete Kostenwirkung hängt aber immer von den tatsächlich eingegebenen Zahlungen ab.
Vollständige Vergleichswege
Jeder Vergleichsweg ist eine vollständige eigene Zahlungsreihe. Er lässt keine nicht genannten Zwischenzahlung weg und ersetzt nicht nur den letzten Betrag des Grundfalls.
Früherer Ausstieg
| Datum | Richtung | Bruttobetrag | Gebühr | Eingetragene Steuer | Bezeichnung | Leser-Zahlungsstrom |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Januar 2024 | Investition | 10.000,00 € | 25,00 € | 0,00 € | Startinvestition | −10.025,00 € |
| 15. Juni 2024 | Investition | 2.000,00 € | 5,00 € | 0,00 € | Weitere Einzahlung | −2.005,00 € |
| 20. Dezember 2024 | Zahlungseingang | 1.000,00 € | 0,00 € | 50,00 € | Ausschüttung | +950,00 € |
| 30. Juni 2025 | Zahlungseingang | 13.000,00 € | 35,00 € | 650,00 € | Gesamtverkauf | +12.315,00 € |
Dieser vollständige frühere Ausstieg ergibt eine XIRR von 7,3357 %, eine reale XIRR von 5,2311 % bei 2,00 % eingetragener Inflation und einen Geldüberschuss von 1.235,00 €.
Späterer Ausstieg
| Datum | Richtung | Bruttobetrag | Gebühr | Eingetragene Steuer | Bezeichnung | Leser-Zahlungsstrom |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Januar 2024 | Investition | 10.000,00 € | 25,00 € | 0,00 € | Startinvestition | −10.025,00 € |
| 15. Juni 2024 | Investition | 2.000,00 € | 5,00 € | 0,00 € | Weitere Einzahlung | −2.005,00 € |
| 20. Dezember 2024 | Zahlungseingang | 1.000,00 € | 0,00 € | 50,00 € | Ausschüttung | +950,00 € |
| 30. Juni 2026 | Zahlungseingang | 14.500,00 € | 35,00 € | 725,00 € | Gesamtverkauf | +13.740,00 € |
Dieser vollständige spätere Ausstieg ergibt eine XIRR von 9,0163 %, eine reale XIRR von 6,8788 % bei 2,00 % eingetragener Inflation und einen Geldüberschuss von 2.660,00 €. Höherer Geldüberschuss und höhere annualisierte Rendite beantworten unterschiedliche Fragen, weil Zeitpunkt und Kapitaldauer beider vollständigen Wege mitwirken. Die Zahlen reproduzieren nur das Modell und sind weder Prognose noch Empfehlung.
Inflation, XNPV und Rendite richtig einordnen
Für die Kaufkraftbetrachtung gibt es genau eine vom Leser eingetragene jährliche Inflationsannahme. Der Rechner wählt keine aktuelle Inflationsrate automatisch aus und leitet keine persönliche Kaufkraftentwicklung aus einem nicht genannten Index ab.
Aus einer nominalen XIRR und der eingetragenen Inflationsannahme ergibt sich die angenäherte reale Jahresrendite:
Mit der nominalen XIRR von 9,8729 Prozent und der im Beispiel eingetragenen Inflationsannahme von 2,00 Prozent ergibt sich eine reale Jahresrendite von 7,7185 Prozent. Diese Zahl bedeutet: Unter genau dieser Annahme fällt die jährliche Rendite nach der Kaufkraftanpassung so aus. Sie ist keine Inflationsprognose.
Die reale Rendite kann negativ sein, obwohl der nominale Wert positiv ist. Das ist der Fall, wenn die angenommene jährliche Preissteigerung höher liegt als die nominale annualisierte Rendite. Für die persönliche Planung kann diese Unterscheidung hilfreich sein, etwa wenn ein Endwert später für regelmäßige Ausgaben oder eine Darlehenssondertilgung vorgesehen ist.
Der Inflations- und Deflationsrechner der Deutschen Bundesbank veranschaulicht, wie eine angenommene Preisänderungsrate die Kaufkraft beeinflusst. Ein allgemeiner Preisindex bildet jedoch nicht die Ausgaben jedes Haushalts exakt ab.
XNPV-Ergebnisse sollten immer zusammen mit dem verwendeten Diskontsatz angezeigt werden. Der Leser wählt diesen Satz selbst als Vergleich. Der Rechner empfiehlt keinen Diskontsatz. Ein positiver XNPV bedeutet, dass der Zahlungsweg bei diesem Satz einen positiven Barwert hat. Ein negativer XNPV bedeutet einen negativen Barwert. Bei null liegt ein XIRR-Zinssatz vor.
Zur Nachvollziehbarkeit gehören deshalb im Prüfprotokoll:
- der gewählte Diskontsatz
- die vollständige Zahlungsreihe
- das XNPV-Ergebnis
- die verwendete Inflationsannahme
- ungerundete Rechenwerte, soweit technisch möglich
Mehrere Nullstellen erfordern eine klare Warnung
Der unterstützte Jahreszinsbereich reicht von −99,99 Prozent bis 10.000 Prozent, jeweils einschließlich der Grenzen. Das ist eine Produktgrenze des Rechners und kein allgemeiner Branchenstandard. Die untere Grenze bleibt über minus 100 Prozent, weil der Ausdruck bei minus 100 Prozent oder darunter nicht mehr sinnvoll als Abzinsungsfaktor funktioniert.
Die XIRR wird innerhalb dieses Bereichs gesucht:
- Daten, Beträge, Zeilenanzahl sowie positive und negative Zahlungsströme werden geprüft.
- Aus den Expert-Zeilen entstehen signierte Kontozahlungen.
- Die Zahlungsreihe wird nach Datum sortiert.
- XNPV wird im unterstützten Bereich auf mögliche Nullstellen untersucht.
- Kandidaten werden numerisch verfeinert und innerhalb einer festgelegten Toleranz zusammengeführt.
- Die Ausgabe nennt erkannte Mehrdeutigkeiten und Suchgrenzen.
Eine Zahlungsreihe mit mehreren Vorzeichenwechseln kann mehrere gültige XIRR-Werte haben. Microsoft weist bei Excel darauf hin, dass ein Startwert die iterative Suche beeinflussen kann und bei mehreren möglichen Ergebnissen ein anderes Ergebnis zurückkommen kann. Microsoft beschreibt für XIRR die iterative Suche, während die genaue Suchstrategie eines eigenen Rechners davon abweichen kann.
Bei mehreren Vorzeichenwechseln sollte der Rechner deshalb keine primäre XIRR auswählen. Stattdessen sollte er diese Meldung ausgeben:
Zahlungsweg mit mehreren Vorzeichenwechseln: Es wird keine primäre XIRR zugewiesen.
Werden mehrere Nullstellen im unterstützten Bereich gefunden, werden sie alle angezeigt. Die Ausgabe lautet dann beispielsweise:
Zwei Nullstellen wurden im unterstützten Bereich gefunden: 10 Prozent und 20 Prozent. Es wird keine primäre XIRR angezeigt, weil sonst eine beliebige Auswahlregel das Ergebnis bestimmen würde.
Fiktives Beispiel mit zwei Nullstellen
| Datum | Leser-Zahlungsstrom | Bezeichnung |
|---|---|---|
| 1. Januar 2026 | −100 € | Erster Abfluss |
| 1. Januar 2027 | +230 € | Zwischenzahlung |
| 1. Januar 2028 | −132 € | Später Abfluss |
Bei jeweils 365 Tagen pro Abschnitt lautet die Gleichung:
Sie besitzt die beiden gültigen Jahreswerte 10 Prozent und 20 Prozent. Der Zahlungsweg wechselt zweimal das Vorzeichen: negativ, positiv, negativ. Die korrekte Darstellung zeigt daher beide Wurzeln an und legt keine primäre Rendite fest.
Die numerische Suche ist begrenzt. Wurzeln außerhalb des Bereichs werden nicht unterstützt. Eine endliche Suche kann außerdem eine Nullstelle übersehen, wenn sie sehr nah an einer anderen liegt, eine Bereichsgrenze berührt, die Funktion die Null nur tangiert oder Rundungsfehler die Prüfung beeinflussen. Sehr große Beträge, lange Zeiträume, gleiche Daten oder ungewöhnliche Vorzeichenmuster können die Stabilität zusätzlich erschweren. „Keine Wurzel gefunden“ bedeutet deshalb nur: Im unterstützten Bereich wurde keine geeignete Wurzel erkannt.
Gerundete Anzeigeprozente reichen nicht aus, um eine Berechnung selbst nachzustellen. Intern sollte mit präziseren Werten gerechnet werden; erst die Darstellung kann auf eine sinnvolle Zahl von Nachkommastellen runden. Bei einer gerundeten XIRR kann der angezeigte XNPV deshalb geringfügig von null abweichen.
Prüfprotokoll, lokale Verarbeitung und nächste Schritte
Das vollständige Prüfprotokoll sollte jede Rechenzeile zeigen. Dazu gehören Reihennummer, Rechenreihenfolge, Datum, ursprüngliche Richtung, Bezeichnung, Bruttobetrag, Gebühr, eingetragene Steuer und die drei daraus berechneten Zahlungswege. Zusätzlich sollte erkennbar sein, ob eine Zeile den aktuellen Wert als abschließenden Zahlungseingang enthält.
Auch Annahmen und Suchergebnisse gehören hinein:
- gewählte Berechnungsvariante
- Inflationsannahme
- XNPV-Diskontsätze und Ergebnisse
- Suchstatus und Hinweise zur Nullstellensuche
- angezeigte und ungerundete XIRR bei genau einer zulässigen primären Rate
Der aktuelle Prüfdatensatz sollte sich als lokale CSV-Datei exportieren lassen. Die Datei enthält die Annahmen und die exakten signierten Zahlungsströme. So lässt sich die Rechnung in einer Tabellenkalkulation selbst nachprüfen. Der Druck muss auf die aktive Rechnerinstanz begrenzt bleiben: Eingaben, Ergebnisse, Erläuterungen und Prüfprotokoll dieser Instanz, nicht andere Rechner, Seitenelemente oder fremde Daten.
Für die technische Umsetzung gilt folgende Datenschutz-Zusage:
Berechnungen, CSV-Exporte und Druck bleiben lokal. Eingaben und Ergebnisse werden weder übertragen noch gespeichert. Keine Teilen-URL enthält Finanzdaten. Analysewerkzeuge erhalten weder Rechnerfelder noch Ergebnisse.
Diese Zusage ist nur verlässlich, wenn Netzwerkverkehr, Quellcode, Analysekonfiguration, Protokollierung und Druckfunktion geprüft wurden. Es dürfen keine Eingaben oder Ergebnisse in URL-Parameter, Teilen-Links, Cookies, Sitzungsdaten, lokale Speicherung, Fehlerberichte oder Analyseereignisse gelangen. Auch CSV-Erstellung, XIRR, XNPV und Inflationsanpassung müssen im Browser ohne versteckten Rechendienst erfolgen. Nach einem Neuladen darf der Rechner frühere Finanzdaten nicht automatisch wiederherstellen.
Vor der Interpretation sollten die wichtigsten Angaben geprüft werden:
- Stimmen alle Daten mit Kontoauszügen, Abrechnungen und Ausschüttungsbelegen überein?
- Wurde ein Betrag bereits netto eingegeben und danach nochmals um Gebühr oder Steuer reduziert?
- Wurde eine Kaufgebühr beim Abfluss berücksichtigt?
- Sind Ausschüttungen, Entnahmen, Rückzahlungen und Erstattungen enthalten?
- Ist der aktuelle Wert mit seinem Bewertungsdatum dokumentiert?
- Ist ein Steuerbetrag wirklich nur der eingetragene Zahlungsabfluss?
- Wurde ein Zahlungseingang versehentlich als negativer Betrag eingetragen?
Die XIRR ist eine geldgewichtete Rendite, die von den Zahlungsdaten abhängt. Bei mehreren Einzahlungen können Zeitpunkt und Betrag einzelner Zahlungen das Ergebnis stark beeinflussen. Die kumulierte Rendite aus Basis, der absolute Gewinn, XNPV und die inflationsbereinigte Annäherung beantworten jeweils andere Fragen. Ein historisches oder bewertetes Ergebnis ist außerdem keine Prognose.
Kernaussagen
- Wähle Basis nur bei zwei Zahlungszeitpunkten: Für die einfache XIRR genügen ein Startabfluss und ein Endwert. Zwischenzahlungen, Gebühren oder Ausschüttungen erfordern weitere Zahlungszeilen.
- Erfasse Expert aus der Kontoperspektive: Investitionen werden negativ und Zahlungseingänge positiv erfasst. Gebühren und eingetragene Steuern verändern den tatsächlichen Leser-Zahlungsstrom.
- Kennzeichne offene Positionen als bewertet: Der aktuelle Wert zählt für die Rechnung als abschließender Zahlungseingang, belegt aber keinen realisierten Verkauf.
- Prüfe mehrere Vorzeichenwechsel: Liefert die Rechnung mehrere Nullstellen, wird keine primäre XIRR ausgewählt. So erscheint keine willkürliche Rate als eindeutig.
- Nutze Prüfprotokoll und lokale CSV: Vergleiche jede Zeile, Annahme und Abzug mit den eigenen Unterlagen und bewahre den exportierten Zahlungsweg für die persönliche Kontrolle auf.
FAQ
Was ist XIRR einfach erklärt?
XIRR ist eine annualisierte Rendite für Zahlungsströme an unterschiedlichen Tagen. Der Zinssatz wird so berechnet, dass der Barwert aller datierten Ein- und Auszahlungen null ergibt. Microsoft ordnet XIRR genau diesem Zusammenhang mit XNPV zu.
Warum zählen die genauen Daten?
Jede Zahlung wird abhängig von ihrem Abstand zum frühesten Zahlungsdatum abgezinst. Eine frühere oder spätere Einzahlung kann die annualisierte Rendite deshalb verändern, selbst wenn die Beträge gleich bleiben. Die Berechnung nutzt tatsächliche Kalendertage und einen Jahresfaktor von 365.
Warum kann die Basis-Rechnung 731 Tage anzeigen?
Vom 2. Januar 2024 bis zum 2. Januar 2026 liegen wegen des 29. Februar 2024 731 Kalendertage. Für die Annualisierung bleibt der Nenner trotzdem 365.
Warum wird der aktuelle Wert als Zahlungseingang erfasst?
Eine offene Position hat ohne Endwert keinen positiven Abschluss der Zahlungsreihe. Der aktuelle Wert dient deshalb als Bewertungswert am gewählten Stichtag. Er sollte als Bewertung und nicht als Verkauf bezeichnet werden.
Berechnet das Feld „eingetragene Steuer“ meine Steuer?
Nein. Es übernimmt nur den Betrag, den der Leser eingibt, als Abzug im Zahlungsstrom. Der Rechner bestimmt keine endgültige Steuerschuld, keine Freibeträge, Verlustverrechnung oder Erstattung.
Was bringt XNPV zusätzlich zu XIRR?
XNPV zeigt den Barwert der datierten Zahlungsreihe bei einem vom Leser gewählten Diskontsatz. Ein positives Ergebnis bedeutet einen positiven Barwert bei dieser Annahme, ein negatives Ergebnis einen negativen Barwert. XIRR ist der Satz, bei dem XNPV null beträgt.
Was passiert bei mehreren XIRR-Ergebnissen?
Der Rechner zeigt die erkannten Nullstellen und weist keine primäre Rate zu. Das verhindert, dass automatisch die erste, niedrigste, höchste oder einer Startannahme nahegelegene Lösung als eindeutig erscheint.
Bedeutet „keine primäre XIRR“, dass die Rechnung fehlgeschlagen ist?
Nicht unbedingt. Die Zahlungsreihe kann mehrere gültige Wurzeln haben oder keine Wurzel im unterstützten Bereich enthalten. Prüfprotokoll, alternative Zahlungswege und XNPV-Werte können trotzdem weiterhelfen.
Wie interpretiere ich die inflationsbereinigte Rendite?
Sie beschreibt eine angenäherte reale Jahresrendite unter der einen Inflationsannahme, die der Leser eingibt. Sie ist keine Vorhersage und muss nicht der persönlichen Preisentwicklung des Haushalts entsprechen.
Werden meine Eingaben übertragen?
Nach der vorgesehenen technischen Umsetzung bleiben Berechnungen, Exporte und Druck lokal. Finanzielle Eingaben und Ergebnisse dürfen weder übertragen noch gespeichert werden, und Analysewerkzeuge dürfen keine Rechnerfelder oder Ergebnisse erhalten. Das muss durch technische Prüfungen bestätigt werden.