Ein gemeinsamer Kredit betrifft mehr als die monatliche Rate: Er bestimmt mit, wie zwei Personen Haushaltskosten, persönliche Ausgaben, Rücklagen und Einkommensausfälle tragen. Der gemeinsame Kredit-Rechner erfasst die Werte beider Personen getrennt, vergleicht Beitragsregeln und prüft im Expert-Modus einzelne Monate mit Ereignissen und Stressannahmen.
So wird sichtbar, welche Eingaben den Haushaltsspielraum verändern, wann Reserven nötig werden und wann eine ungedeckte Lücke entsteht. Rate, Kostenaufteilung, Reserveaufbau und Ereigniszeitpunkte lassen sich vor einer Vertragsprüfung oder auf Basis eines konkreten Angebots neu berechnen. Der Rechner ersetzt keine Beratung zu Vertrag, Eigentum, Haftung, Steuern oder Sozialleistungen, macht aber die Haushaltsrechnung bei unterschiedlichen Einkommen, persönlichen Kosten oder absehbaren Veränderungen nachvollziehbar.
Rechner zuerst richtig ausfüllen
Beginne mit der Basisversion. Person A und Person B tragen jeweils ihr monatliches Nettoeinkommen und ihre persönlichen Kosten ein. Danach folgen die gemeinsamen Haushaltskosten, die Kreditrate, der monatliche Aufbau einer gemeinsamen Reserve und ein selbst gewählter Mindestspielraum.
Die Eingaben werden getrennt gehalten, weil jede Zahl eine andere Frage beantwortet:
- Nettoeinkommen von A und B: Welche monatlichen Einnahmen soll das Modell berücksichtigen?
- Persönliche Kosten von A und B: Welche Ausgaben ordnest du jeweils nur einer Person zu?
- Gemeinsame Haushaltskosten: Welche laufenden Ausgaben trägt der gemeinsame Haushalt?
- Kreditrate: Welche monatliche Rate soll als eigene Variante geprüft werden?
- Gemeinsamer Reserveaufbau: Welcher Betrag fließt jeden Monat zusätzlich in den gemeinsamen Topf?
- Selbst gewählter Mindestspielraum: Welcher Betrag soll nach der Rate auf gemeinsamer Ebene mindestens verbleiben?
Der Mindestspielraum ist eine Planungsannahme. Er ist keine allgemeine Mindestreserve, keine Bankregel und keine Aussage darüber, wie ein Darlehensgeber deine Eingaben bewertet. Du kannst ihn bewusst höher oder niedriger ansetzen und mehrere Varianten vergleichen. Sinnvoll ist, die Annahme zu begründen, etwa mit regelmäßig schwankenden Ausgaben, geplanten Anschaffungen, saisonal höheren Kosten oder dem Wunsch, jeden Monat einen bestimmten Betrag unangetastet zu lassen.
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Ein Mindestspielraum von 300 Euro kann zum Beispiel bedeuten, dass ihr unerwartete kleinere Ausgaben nicht sofort aus einer Reserve bezahlen möchtet. Ein höherer Wert kann sinnvoll sein, wenn einzelne Kosten nur grob geschätzt sind. Ein niedrigerer Wert kann für eine kurze Übergangsphase modelliert werden. Der Rechner bewertet dabei nicht, welche Höhe für euch passend ist.
Die Eingaben einzeln prüfen
Trenne persönliche und gemeinsame Kosten konsequent. Persönliche Kosten können beispielsweise eigene Versicherungen, persönliche Mobilität, private Verträge, Unterhalt, individuell genutzte Abonnements oder nur einer Person zugeordnete Verpflichtungen umfassen. Gemeinsame Kosten gehören dagegen in den Haushaltsblock, wenn beide Personen sie gemeinsam tragen wollen. Eine Ausgabe darf nicht in beiden Kategorien auftauchen.
Bei Wohnkosten lohnt sich eine klare Zuordnung besonders. Werden Miete, Energie, Internet und Lebensmittel gemeinsam bezahlt, gehören sie in der Regel in den gemeinsamen Block. Hat dagegen eine Person zusätzlich eigene Fahrtkosten für den Arbeitsweg oder eine private Versicherung, bleibt diese Ausgabe bei den persönlichen Kosten. Die Zuordnung ist eine Haushaltsentscheidung und kein Nachweis dafür, wem etwas rechtlich gehört.
Gib monatliche Werte ein, die du tatsächlich vergleichen kannst. Bei jährlichen Zahlungen kannst du zunächst einen eigenen Monatswert bilden und die zugrunde liegende Annahme notieren. Kostet eine Versicherung beispielsweise 360 Euro im Jahr, kannst du mit 30 Euro pro Monat rechnen. Wenn die Zahlung nur einmal jährlich vom Konto abgeht, solltest du zusätzlich im Expert-Modus prüfen, ob die Reserve im Zahlungsmonat ausreicht.
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Bei schwankendem Einkommen solltest du nicht nur einen einzelnen günstigen Monat verwenden. Lege mindestens eine normale Variante und eine vorsichtigere Variante an, ohne daraus eine Bewertung deiner persönlichen finanziellen Situation abzuleiten. Wer regelmäßig Zuschläge, Provisionen oder unregelmäßige Einnahmen erhält, kann etwa mit einem Durchschnittswert und einer niedrigeren Vergleichsvariante rechnen. Entscheidend ist, dass beide Varianten als Annahmen erkennbar bleiben.
Die Rate bleibt eine eigene Eingabe. So kannst du beispielsweise eine niedrigere Rate, eine höhere Rate oder eine Rate aus einem konkreten Angebot nebeneinanderstellen. Der Rechner leitet keine Laufzeit, keinen Zinssatz und keine Vertragsbedingung aus der Rate ab. Wenn du eine Laufzeit oder ein echtes Angebot vergleichen willst, musst du die dort ausgewiesenen Konditionen separat prüfen.
Auch der Reserveaufbau wird ausdrücklich eingegeben. Er entsteht nicht automatisch aus einem Restbetrag. Damit wird sichtbar, wie sich unterschiedliche monatliche Aufbauwerte auf den Haushaltsspielraum auswirken. Ein hoher Aufbau kann die Reserve schneller vergrößern, aber den verfügbaren Monatsbetrag zunächst deutlich verringern. Ein niedriger Aufbau lässt kurzfristig mehr Spielraum, kann in einem späteren Ausfallmonat jedoch weniger Puffer bieten.
Sofortige Ergebnisprüfung
Die Basisversion ordnet die Rechnung in dieser Reihenfolge:
- gemeinsames Nettoeinkommen,
- persönliche Kosten,
- gemeinsame Zahlungskapazität vor Rate,
- gemeinsame Haushaltskosten und Reserveaufbau,
- Kreditrate,
- Haushaltsspielraum,
- interner Beitrag von A und B,
- persönlicher Spielraum von A und B.
Die gemeinsame Zahlungskapazität vor Rate ergibt sich aus dem gemeinsamen Einkommen abzüglich der persönlichen Kosten und der gemeinsamen Haushaltskosten einschließlich des eingegebenen Reserveaufbaus:
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Gemeinsames Einkommen
- persönliche Kosten A und B
- gemeinsame Haushaltskosten
- gemeinsamer Reserveaufbau
= Zahlungskapazität vor Rate
Der Haushaltsspielraum entsteht anschließend:
Zahlungskapazität vor Rate
- Kreditrate
= Haushaltsspielraum
Der Haushaltsspielraum bleibt zunächst eine gemeinsame Größe. Erst die gewählte Beitragsregel verteilt die gemeinsame Zahlung intern auf A und B. Der persönliche Spielraum entsteht, wenn der jeweilige interne Beitrag vom persönlichen verfügbaren Betrag abgezogen wird.
Ein positiver Haushaltsspielraum bedeutet nur, dass die eingegebenen gemeinsamen Zahlungen in diesem Monatsmodell rechnerisch gedeckt sind. Er sagt nicht, ob alle Kosten vollständig erfasst wurden oder ob eine Vertragsrate tatsächlich so vereinbart werden kann. Ebenso ist ein negativer Wert kein Urteil über euch. Er zeigt lediglich, dass die Summe der eingegebenen Belastungen in dieser Variante höher ist als die berücksichtigten Mittel.
Wenn ein Ergebnis unter deinem selbst gewählten Mindestspielraum liegt oder negativ ausfällt, ändere die Annahmen einzeln. Teste zunächst die Rate, dann die gemeinsamen Kosten, den Reserveaufbau und den Beitragsschlüssel. Danach kannst du Einkommenserwartungen oder Ereigniszeitpunkte als eigene Szenarien verändern. Ein negatives Ergebnis ist damit eine Information über die eingegebenen Bedingungen, kein Urteil über dich.
Beiträge und Spielraum verstehen
Die vier Beitragsregeln beantworten eine interne Haushaltsfrage: Wie soll ein gemeinsamer Zahlungsbetrag im Modell zwischen A und B aufgeteilt werden? Keine dieser Regeln entscheidet über Eigentum, Vertragsrollen oder eine mögliche Verpflichtung gegenüber einem Gläubiger.
Die gemeinsame Zahlung umfasst in der Basisrechnung die gemeinsamen Haushaltskosten, den Reserveaufbau und die Rate. Es ist sinnvoll, diese drei Bestandteile zwar zusammen zu verteilen, in der Anzeige aber getrennt sichtbar zu lassen. So erkennst du, ob ein geringer persönlicher Spielraum vor allem durch die Rate, durch hohe Haushaltskosten oder durch einen bewusst hohen Reserveaufbau entsteht.
Vier Regeln im Vergleich
Proportional zum verfügbaren Betrag
Zuerst werden die persönlichen Kosten abgezogen. Danach trägt jede Person entsprechend ihrem verbleibenden Betrag zu den gemeinsamen Zahlungen bei. Die Grundlage entspricht der Summe der nach persönlichen Kosten verfügbaren Beträge. Der Anteil jeder Person ergibt sich aus ihrem verfügbaren Betrag im Verhältnis zu dieser Summe.
Diese Regel hält den internen Beitrag an die im Modell verbleibenden Beträge gekoppelt. Sie kann dazu führen, dass eine Person mit höheren persönlichen Kosten einen kleineren Anteil übernimmt, auch wenn das Brutto- oder Nettoeinkommen zunächst höher wirkt. Sie sagt aber nicht, ob beide Personen diese Aufteilung als fair empfinden oder vertraglich vereinbaren wollen.
Hälftig
Die gemeinsame Zahlung wird zu gleichen Teilen geteilt. Bei einer gemeinsamen Zahlung von 3.800 Euro wären das 1.900 Euro für A und 1.900 Euro für B. Die Einkommen und persönlichen Kosten beeinflussen die Höhe des jeweiligen persönlichen Spielraums, nicht aber den prozentualen Beitrag.
Diese Regel ist leicht nachvollziehbar. Sie kann jedoch dazu führen, dass nach der gleichen Zahlung sehr unterschiedliche persönliche Restbeträge bleiben. Der Rechner zeigt genau diese Differenz, ohne sie zu bewerten.
Nach einem eingegebenen Eigentumsanteil
Du kannst einen Eigentumsanteil als Eingabe verwenden, etwa 60 Prozent für A und 40 Prozent für B. Der Rechner nutzt diese Angabe dann als interne Verteilungsregel. Die Eingabe beweist weder Eigentum noch ersetzt sie eine Prüfung von Grundbuch, Vertrag oder sonstigen Dokumenten.
Diese Option kann für ein Szenario nützlich sein, wenn ihr bewusst prüfen möchtet, wie eine an Eigentumsanteilen orientierte Haushaltsaufteilung aussehen würde. Sie ist aber keine Aussage darüber, dass Kosten zwingend in derselben Quote getragen werden müssen.
Nach einem festen Anteil von Person A
Hier gibst du den Anteil von A direkt ein. B erhält im Modell den verbleibenden Anteil. Ein fester Anteil kann beispielsweise für eine bewusst vereinbarte interne Haushaltsrechnung genutzt werden, etwa wenn A 55 Prozent und B 45 Prozent der gemeinsamen Zahlungen übernehmen soll. Auch diese Eingabe begründet allein keine rechtliche Wirkung.
Vergleiche möglichst mehrere Regeln nebeneinander. Zeige jeweils den Beitrag von A, den Beitrag von B und den persönlichen Spielraum beider Personen. So erkennst du, ob eine Regel den gemeinsamen Haushalt zwar rechnerisch trägt, aber den persönlichen Spielraum sehr ungleich verteilt.
Kontrollrechnung mit Beispielwerten
Für die Basisrechnung gelten diese Eingaben:
| Eingabe | Person A | Person B | Gemeinsam |
|---|---|---|---|
| Nettoeinkommen | 3.600 € | 2.000 € | 5.600 € |
| Persönliche Kosten | 900 € | 0 € | 900 € |
| Gemeinsame Haushaltskosten | 2.500 € | ||
| Kreditrate | 1.100 € | ||
| Gemeinsamer Reserveaufbau | 200 € | ||
| Selbst gewählter Mindestspielraum | 500 € |
Zusätzlich sind 60 Prozent Eigentumsanteil für A und beide Personen als Vertragsparteien eingegeben. Für die Kontrollrechnung wird jedoch die Beitragsregel „proportional zum verfügbaren Betrag“ verwendet.
Nach den persönlichen Kosten verbleiben:
A: 3.600 € - 900 € = 2.700 €
B: 2.000 € - 0 € = 2.000 €
Zusammen: 4.700 €
Das gemeinsame Einkommen beträgt:
3.600 € + 2.000 € = 5.600 €
Von den 4.700 Euro nach persönlichen Kosten werden die gemeinsamen Haushaltskosten und der Reserveaufbau abgezogen:
4.700 € - 2.500 € - 200 € = 2.000 €
Die Zahlungskapazität vor Rate beträgt somit 2.000 Euro. Nach der Kreditrate verbleiben:
2.000 € - 1.100 € = 900 €
Der Haushaltsspielraum beträgt 900 Euro. Er liegt damit über dem selbst gewählten Mindestspielraum von 500 Euro.
Der proportionale Beitrag von A ergibt sich aus:
2.700 € / 4.700 € = 57,45 Prozent
B trägt entsprechend 42,55 Prozent. Für die Anzeige kann auf 57,5 und 42,5 Prozent gerundet werden.
Die interne Aufteilung der Rate lautet mit ungerundeten Zwischenwerten:
A: 1.100 € × 57,45 Prozent = 632,98 €
B: 1.100 € × 42,55 Prozent = 467,02 €
Für die gewünschte Darstellung des Rechners wird der persönliche Spielraum nach der gesamten internen gemeinsamen Zahlung betrachtet, also nach dem Beitrag zu gemeinsamen Haushaltskosten, Rate und Reserveaufbau. Die gemeinsame Zahlung beträgt:
2.500 € + 1.100 € + 200 € = 3.800 €
Davon entfallen proportional:
A: 3.800 € × 57,45 Prozent = 2.182,98 €
B: 3.800 € × 42,55 Prozent = 1.617,02 €
Damit verbleiben:
A: 2.700 € - 2.182,98 € = 517,02 €
B: 2.000 € - 1.617,02 € = 382,98 €
Die kleinen Abweichungen zu gerundeten Beispielwerten entstehen ausschließlich durch Centrundungen. Der Rechner sollte intern mit ungerundeten Zwischenwerten oder Centbeträgen rechnen und erst für die Anzeige runden.
Die Referenzwerte lauten damit:
- gemeinsames Einkommen: 5.600 Euro
- Zahlungskapazität vor Rate: 2.000 Euro
- Haushaltsspielraum: 900 Euro
- Beitragsanteil A: 57,45 Prozent
- Beitragsanteil B: 42,55 Prozent
- interner Ratenbeitrag A: 632,98 Euro
- interner Ratenbeitrag B: 467,02 Euro
- persönlicher Spielraum A: 517,02 Euro
- persönlicher Spielraum B: 382,98 Euro
Die 60 Prozent Eigentumsanteil von A und die Angabe, dass beide Vertragsparteien sind, bleiben getrennte Eingaben beziehungsweise Informationen. Ein interner Rechenbeitrag bedeutet nicht automatisch einen bestimmten Eigentumsanteil. Ein Eigentumsanteil begrenzt eine mögliche Verpflichtung aus dem Kreditvertrag außerdem nicht automatisch.
Zahlen sichtbar machen
Eine klare Ergebnisansicht kann die Basisrechnung so darstellen:
| Größe | Person A | Person B | Gemeinsam |
|---|---|---|---|
| Nettoeinkommen | 3.600 € | 2.000 € | 5.600 € |
| Persönliche Kosten | 900 € | 0 € | 900 € |
| Verfügbar nach persönlichen Kosten | 2.700 € | 2.000 € | 4.700 € |
| Interner Anteil an gemeinsamen Zahlungen | 57,45 % | 42,55 % | 100 % |
| Interner Beitrag zur Rate | 632,98 € | 467,02 € | 1.100 € |
| Persönlicher Spielraum nach allen gemeinsamen Zahlungen | 517,02 € | 382,98 € | 900 € |
Für die gemeinsame Ebene sollten Haushaltskosten, Reserveaufbau und Rate getrennt sichtbar bleiben:
Zahlungskapazität vor Rate: 2.000 €
- Kreditrate: 1.100 €
= Haushaltsspielraum: 900 €
Zusätzlich hilft eine kurze Erläuterung direkt neben dem Ergebnis: Der gemeinsame Spielraum von 900 Euro ist nicht die Summe frei verfügbarer persönlicher Geldbeträge auf getrennten Konten. Er ist zunächst ein gemeinsames Rechenergebnis. Wie ihr ihn tatsächlich verteilt, spart oder ausgebt, wird durch den Rechner nicht festgelegt.
Die Darstellung sollte nicht den Eindruck erwecken, eine Kreditentscheidung zu simulieren. Sie prüft lediglich, wie die eingegebenen Beträge zusammenwirken. Centwerte werden intern mit ungerundeten Zwischenwerten berechnet und erst für die Anzeige auf Cent gerundet. Wenn eine Aufteilung dadurch um einen Cent abweicht, muss der Rechner die Rundungsdifferenz nachvollziehbar ausweisen und eindeutig zuordnen.
Vertrag, Haftung und Grenzen
Haushaltsrechnung und Vertragsprüfung beantworten unterschiedliche Fragen. Der Rechner verteilt gemeinsame Zahlungen innerhalb eines Modells. Ein Kreditvertrag legt dagegen fest, wer welche Pflichten übernimmt. Eine Eigentumsdokumentation beantwortet wiederum eine andere Frage als die Vertragsrolle.
Bei einer Gesamtschuld kann der Gläubiger die gesamte Leistung oder einen Teil davon von jedem Schuldner verlangen, bis die Leistung vollständig erbracht ist. Der gesetzliche Kontext steht in der einschlägigen gesetzlichen Fundstelle. Eine interne Annahme wie „A zahlt 57,45 Prozent“ begrenzt eine mögliche Verpflichtung gegenüber dem Gläubiger daher nicht automatisch.
Für die gesetzliche Fundstelle zur Beziehung zwischen mehreren Verpflichteten kannst du die einschlägige gesetzliche Fundstelle heranziehen. Daraus sollte ohne Prüfung der konkreten Vereinbarung jedoch kein bestimmter interner Ausgleichsanspruch, keine konkrete Berechnung und keine Aussage über die Durchsetzung abgeleitet werden. (Gesetze-im-internet.de)
Halte im Rechner deshalb drei Ebenen getrennt:
- Eigentumsanteil: ein eingegebener oder anderweitig dokumentierter Anteil an einem Vermögensgegenstand.
- Vertragsrolle: etwa Vertragspartei oder eine andere Rolle, die im konkreten Dokument bezeichnet ist.
- Interner Zahlungsbeitrag: die Rechenannahme für die Verteilung gemeinsamer Zahlungen.
Die Angabe „beide als Vertragsparteien“ wird nicht in einen Eigentumsanteil umgerechnet. Umgekehrt wird ein Eigentumsanteil nicht als Begrenzung einer vertraglichen Verpflichtung behandelt. Wenn diese Ebenen zusammenhängen sollen, müssen die dazugehörigen Vertrags- und Eigentumsunterlagen qualifiziert geprüft werden.
Vor dem Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrags ist die Kreditwürdigkeitsprüfung dem Darlehensgeber zugeordnet. Den gesetzlichen Bezug findest du in der einschlägigen gesetzlichen Fundstelle. Daraus folgt keine Aussage über Zinssatz, Score, Vertragsbedingungen oder die Bewertung einer konkreten Eingabe durch einen bestimmten Darlehensgeber.
Gegenargument zur Beitragsregel
Ein häufiger Einwand lautet: Wenn der Rechner A intern 60 Prozent zuordnet, müsse A auch gegenüber dem Gläubiger oder bei einer Trennung nur für 60 Prozent einstehen. Diese Schlussfolgerung vermischt drei verschiedene Ebenen.
Die Beitragsregel beantwortet nur: Wie wird ein gemeinsamer Betrag im Haushaltsmodell verteilt? Der Kreditvertrag beantwortet: Wer ist Vertragspartner und welche Pflichten stehen dort? Eigentumsunterlagen beantworten: Wem ist welcher Vermögensgegenstand oder Anteil zugeordnet?
Auch eine proportionale Regel nach Einkommen ist keine gesetzliche Fairnessformel. Eine hälftige Regel ist nicht automatisch gerechter. Ein Eigentumsanteil ist nicht automatisch ein Zahlungsanteil. Auch wenn ihr privat regelmäßig nach einer bestimmten Quote zahlt, ersetzt diese Quote nicht die Prüfung dessen, was in den jeweiligen Unterlagen steht.
Nutze die Ergebnisse deshalb als Gesprächsgrundlage. Bei Fragen zu Haftung, Eigentum, internen Vereinbarungen oder Ausgleich solltest du die konkreten Unterlagen qualifiziert prüfen lassen. Für die Haushaltsplanung kann zusätzlich eine schriftliche Notiz hilfreich sein, welche Kosten ihr warum im Modell einer Person oder dem gemeinsamen Haushalt zugeordnet habt. Diese Notiz ändert keine Vertragslage, verhindert aber spätere Missverständnisse bei der Eingabe.
Expert-Modus als Monatsledger
Der Expert-Modus ersetzt die eine Monatsrechnung durch ein vollständiges Monatsledger. Ein Ledger ist eine zeilenweise Buchungsliste: Für jeden Monat werden Einkommen, Kosten, Beiträge, Reservebewegungen, Ereignisse und Spielräume getrennt ausgewiesen.
Die fünf Pfade beantworten unterschiedliche Planungsfragen:
- Referenz: unveränderte Monatsannahmen ohne zusätzliche Ereignisse.
- Geplanter Ereignispfad: die eingegebenen Einkommensänderungen und sonstigen geplanten Ereignisse.
- Ereignisse plus Stress: der geplante Ereignispfad mit zusätzlichen Stressannahmen.
- Exit mit Person A als eingegebenem Zahler: Exitkosten und laufende Mehrkosten werden im Modell A zugeordnet.
- Exit mit Person B als eingegebenem Zahler: dieselbe Modellidee mit B als eingegebenem Zahler.
Die Zahlerrolle im Exit-Szenario ist eine Eingabe für das Ledger. Sie sagt nicht, wer tatsächlich aus einem Vertrag zahlen muss, wem Eigentum zusteht oder wie ein Ausgleich rechtlich geregelt ist. Sie zeigt nur, wie sich die Annahme auf die Monatswerte und auf die jeweiligen Reservetöpfe auswirken würde.
Monatliche Eingaben und Ereignisse
Für A und B lassen sich Einkommen und persönliche Kosten getrennt entwickeln. Gemeinsame Haushaltskosten und Rate bleiben eigene Größen. Dadurch kannst du unterscheiden, ob ein schwieriger Monat durch einen Einkommensrückgang, steigende persönliche Kosten, höhere gemeinsame Kosten oder eine höhere Rate entsteht.
Drei Reservetöpfe werden getrennt geführt:
- persönliche Reserve von A,
- persönliche Reserve von B,
- gemeinsame Reserve.
Diese Trennung ist wichtig. Eine gemeinsame Reserve ist nicht automatisch ohne weitere Annahme für persönliche Kosten verfügbar. Ebenso ist eine persönliche Reserve nicht automatisch Teil eines gemeinsamen Budgets. Der Rechner sollte deshalb je Monat zeigen, welcher Topf aufgebaut, geschützt oder zur Deckung eines Fehlbetrags verwendet wird.
Zeitlich begrenzte Einkommensausfälle erhalten einen Startmonat, eine Dauer und einen Einkommensfaktor. Ein Faktor von 50 Prozent bedeutet in diesem Modell, dass für die definierten Monate nur die Hälfte des regulären Einkommens eingesetzt wird. Der Rechner bewertet nicht, ob dieses Ereignis tatsächlich eintritt.
Eine Elternzeit wird als eigenes Ereignis eingegeben. Der Ersatzbetrag wird ausschließlich selbst geprüft und eingetragen. Der Rechner erzeugt keine Prognose zu Elterngeld oder einer anderen Familienleistung. Für den gesetzlichen Kontext der Elternzeit kannst du die einschlägige gesetzliche Fundstelle ansehen. Allgemeine Informationen zu möglichen Elterngeldbeträgen bietet das Familienportal. Die tatsächliche Höhe hängt unter anderem von Leistungsart, bisherigem Einkommen, Einkommen während des Bezugs, weiteren Leistungen und der Familiensituation ab.
Stressannahmen werden getrennt eingegeben. Im Testfall gelten:
- Einkommen von A und B jeweils minus 10 Prozent,
- persönliche Kosten von A und B jeweils plus 5 Prozent,
- gemeinsame Kosten plus 10 Prozent,
- Rate plus 20 Prozent.
Der Exit benötigt einen Startmonat, einmalige Kosten, laufende zusätzliche Kosten und die Person, der diese Kosten im Szenario zugeordnet werden. Ob eine Rate nach einem Exit weiterläuft oder wie ein echter Vertrag behandelt wird, darf der Rechner nicht stillschweigend annehmen. Diese Regel muss im Methodenaudit ausdrücklich stehen.
Ergebnisse des Monatsledgers
Für jeden Pfad sollten mindestens diese Werte erscheinen:
- niedrigster Spielraum vor Reserven,
- Anzahl der Monate mit Reservenutzung,
- erster Monat mit ungedeckter Lücke,
- kumulierte ungedeckte Lücke,
- Schlussreserve,
- kumulierte Beitragsanteile von A und B,
- Entwicklung jedes Reservetopfs.
Ein negativer Spielraum vor Reserven ist zunächst ein rechnerischer Fehlbetrag eines Monats. Erst danach wird geprüft, ob ein zugeordneter Reservetopf ihn nach der festgelegten Reihenfolge decken kann. Eine ungedeckte Lücke entsteht erst, wenn der Fehlbetrag nach der Reserve- und Zahlungslogik nicht vollständig gedeckt ist.
Ein Beispiel: Ergibt sich vor Reserven ein Fehlbetrag von 300 Euro und darf der zugeordnete Topf 300 Euro entnehmen, endet der Monat ohne ungedeckte Lücke. Sinkt der Reservetopf dadurch von 800 auf 500 Euro, muss diese Bewegung in der Monatszeile erscheinen. Reichen aus dem zugeordneten Topf nur 200 Euro, bleiben 100 Euro ungedeckt. Der Rechner sollte beide Beträge getrennt ausweisen.
Das Reserve-Ziel wird im Expert-Modus als vier eingegebene Monatsbedarfe geführt. Die konkreten Monatsbedarfe müssen im Datensatz hinterlegt werden. Ohne diese Werte lässt sich nicht prüfen, wann das Ziel erreicht ist oder ob ein Topf geschützt werden soll. Persönliche und gemeinsame Reserven dürfen nicht ungefragt zusammengerechnet werden. Entnahmeberechtigung, Reihenfolge und Topfzuordnung müssen sichtbar sein.
Der 24-Monate-Testfall
Der Expert-Fall läuft über 24 Monate. Die Startreserven betragen:
- A: 2.000 Euro,
- B: 1.500 Euro,
- gemeinsam: 3.000 Euro.
A baut monatlich 180 Euro persönliche Reserve auf. Der gemeinsame Reserveaufbau beträgt 200 Euro monatlich. Das Reserve-Ziel lautet vier eingegebene Monatsbedarfe. Die vier Bedarfswerte müssen im Rechner selbst ergänzt werden, weil erst sie festlegen, wie das Ziel konkret berechnet wird.
Die Ereignisse lauten:
- Ab Monat 5 erhält A drei Monate lang nur 50 Prozent des regulären Einkommens.
- B erhält ab Monat 9 für sechs Monate den selbst geprüften Ersatzbetrag von 1.000 Euro.
- Im Stresspfad sinken beide Einkommen um 10 Prozent.
- Im Stresspfad steigen beide persönlichen Kosten um 5 Prozent.
- Im Stresspfad steigen gemeinsame Kosten um 10 Prozent.
- Im Stresspfad steigt die Rate um 20 Prozent.
- Ab einem eingegebenen Monat werden einmalige Exitkosten und zusätzliche monatliche Kosten modelliert.
Für den geplanten Ereignispfad sind folgende Zielwerte vorgegeben:
- niedrigster Spielraum vor Reserven: minus 700 Euro,
- Reservenutzung in neun Monaten,
- keine ungedeckte Lücke,
- Gesamtreserve am Ende: 8.900 Euro.
Für den kombinierten Stresspfad sind folgende Zielwerte vorgegeben:
- niedrigster Spielraum vor Reserven: minus 1.380 Euro,
- erste ungedeckte Lücke in Monat 11,
- kumulierte ungedeckte Lücke: 4.540 Euro,
- Schlussreserve: 600 Euro.
Die Werte dienen als Rechenkontrolle für die implementierte Buchungslogik. Sie sind keine Vorhersage für einen tatsächlichen Haushalt. Ändert sich auch nur eine Eingabe, etwa ein Ereignisbeginn, ein Ersatzbetrag oder die Reserveentnahme, können sich die Monatswerte und der Zeitpunkt einer Lücke verschieben.
Rechenkontrolle und offene Ledger-Regeln
Der niedrigste Stresswert von minus 1.380 Euro lässt sich aus der Kombination der Stressannahmen und dem Einkommensereignis von A nachvollziehen. Der angegebene Referenzspielraum unter den allgemeinen Stressannahmen beträgt zunächst 60 Euro monatlich. Fällt A zusätzlich auf 50 Prozent seines regulären Einkommens, entsteht in den betroffenen Monaten der deutlich niedrigere Wert von minus 1.380 Euro.
Die Zielgröße von 8.900 Euro im geplanten Ereignispfad lässt sich mit folgender ausdrücklich festgelegter Ledger-Regel kontrollieren:
6.500 € Startreserve
+ 4.800 € gemeinsamer Reserveaufbau über 24 Monate
+ 2.700 € persönlicher Reserveaufbau in 15 Monaten
- 5.100 € Entnahmen in neun Monaten
= 8.900 € Gesamtreserve
Die 2.700 Euro persönlicher Aufbau ergeben sich aus 180 Euro monatlich in 15 Monaten. Diese Zählweise muss im Rechner dokumentiert werden, weil sie nicht automatisch aus den bloßen Ereignisdaten folgt. Ebenso müssen Reserveaufbau, Entnahme und Zielschutz in einer festen Reihenfolge stehen.
Die Stresswerte mit erster ungedeckter Lücke in Monat 11, 4.540 Euro kumulierter ungedeckter Lücke und 600 Euro Schlussreserve sind nur reproduzierbar, wenn weitere Regeln eindeutig festgelegt sind. Dazu gehören insbesondere:
- Werden Reserven vor dem monatlichen Aufbau oder danach eingesetzt?
- Welche Reserve darf einen Fehlbetrag decken?
- Wird der Ersatzbetrag von 1.000 Euro im Stresspfad zusätzlich um 10 Prozent verändert oder bleibt er als selbst eingegebener Betrag bestehen?
- Beginnen die laufenden Exitkosten im Exitmonat oder im Folgemonat?
- Wird die Rate nach dem Exit unverändert fortgeführt?
- Wie werden einmalige Exitkosten den Töpfen zugeordnet?
- Wird das Reserve-Ziel geschützt, bevor eine Entnahme erfolgt?
- Wird jede Monatszeile intern ungerundet fortgeschrieben?
Ohne diese Festlegungen sind die genannten Stresswerte Zielwerte, aber keine vollständig unabhängig reproduzierbare Monatsrechnung. Der Methodenaudit muss deshalb die Buchungsreihenfolge ausweisen. Geldwerte werden intern in Cent verarbeitet. Die Anzeige wird je Monatszeile auf Cent gerundet. Unrunde Zwischenwerte dürfen nicht vorzeitig gerundet werden, sonst können sich über 24 Monate Abweichungen aufbauen.
Schwierige Ergebnisse in Optionen übersetzen
Eine ungedeckte Lücke ist ein Signal, die Annahmen zu verändern oder zusätzliche Klärung einzuholen. Arbeite systematisch:
- Beitragsschlüssel testen: Vergleiche proportional, hälftig, nach Eigentumsanteil und mit festem Anteil von A.
- Betrag oder Rate anpassen: Rechne eine niedrigere oder höhere Rate und beobachte Haushaltsspielraum, persönliche Spielräume und Reserveverbrauch.
- Laufzeit oder echtes Angebot neu rechnen: Verwende dafür die tatsächlichen Konditionen eines Angebots. Der Rechner leitet keinen Zinssatz und keine Laufzeit ab.
- Kosten trennen: Prüfe, ob persönliche und gemeinsame Ausgaben korrekt eingeordnet sind und keine Ausgabe doppelt erscheint.
- Reserven aufbauen: Beobachte persönliche und gemeinsame Töpfe getrennt, statt sie als einen frei verfügbaren Betrag zu behandeln.
- Ereignisse anders datieren: Verschiebe Ausfall, Elternzeit oder Exit im Szenario, um die zeitliche Wirkung zu vergleichen.
- Unterlagen qualifiziert prüfen lassen: Das gilt besonders bei Vertragsrollen, Eigentum, Haftung und internen Ausgleichsfragen.
So wird aus einer schwierigen Kennzahl eine Liste veränderbarer Entscheidungen. Du musst nicht alle Annahmen gleichzeitig ändern. Wenn du nur eine Eingabe pro Szenario veränderst, erkennst du besser, welche Stellschraube die größte Wirkung hat.
Ist beispielsweise nur der Monat mit dem Einkommensausfall problematisch, kann es sinnvoll sein, zunächst den Reservebestand vor diesem Monat zu prüfen. Entsteht die Lücke dagegen in fast jedem Monat, lohnt sich ein Blick auf die wiederkehrenden Kosten und die Rate. Zeigt nur eine Beitragsregel einen sehr niedrigen persönlichen Spielraum, ist das ein Anlass, die interne Verteilung zu besprechen, nicht aber eine Aussage über Eigentum oder Vertragspflichten.
Exporte und Datenschutz
Der Expert-Modus bietet drei lokale Exporte. Die Szenarioübersicht enthält Eingaben, zentrale Kennzahlen und den Vergleich der fünf Pfade. Sie eignet sich, um verschiedene Varianten nebeneinanderzulegen.
Der Export alle Monatszeilen enthält das vollständige Monatsledger. Dazu gehören Ereignisse, getrennte Einkommen, persönliche und gemeinsame Kosten, Rate, Reserveaufbau, Reservenutzung, Spielräume, Exitkosten und Lücken.
Der Methodenaudit dokumentiert die Rechenweise. Er sollte mindestens Formeln, Rundungsregeln, Buchungsreihenfolge, Reservebedingungen, Ereigniszeiträume und die Zuordnung von Exitkosten enthalten. Bei einer auffälligen Abweichung kannst du dadurch prüfen, ob die Ursache in einer Eingabe oder in einer Modellregel liegt.
Die Daten bleiben nur im Browser, werden weder gespeichert noch übertragen, und die Exporte entstehen lokal auf dem eigenen Gerät. Prüfe vor der Eingabe sensibler Daten trotzdem die konkrete Browserumgebung und die technische Anzeige des Rechners. Ein lokal erzeugter Export kann anschließend auf dem eigenen Gerät gespeichert oder weitergegeben werden. Deshalb solltest du nur die Daten exportieren, die du für den jeweiligen Zweck benötigst.
Vor einer Weitergabe kann es sinnvoll sein, persönliche Angaben zu reduzieren. Für ein Gespräch über die Haushaltslogik reichen häufig gerundete Einkommen, Kostenkategorien und Szenariowerte. Vollständige Konto- oder Vertragsdaten gehören nur dann in einen Export, wenn sie für den konkreten Zweck wirklich erforderlich sind.
Ereignisse und Elternzeit sauber planen
Ein Einkommensausfall wird als zeitlich begrenzte Annahme modelliert. Du definierst Beginn, Dauer und Einkommensfaktor. Das Ergebnis beantwortet dann: Wie verändert sich der eingegebene Monatsplan unter dieser Annahme?
Elternzeit und Elterngeld sind getrennte Themen. Elternzeit betrifft die Freistellung von der Arbeit. Elterngeld ist eine staatliche Familienleistung. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besteht grundsätzlich ein gesetzlicher Rahmen für Elternzeit, der in der einschlägigen gesetzlichen Fundstelle geregelt ist. Der Rechner prüft jedoch weder individuelle Ansprüche noch die rechtlichen Voraussetzungen.
Für die Haushaltsplanung setzt du deshalb ausschließlich einen selbst geprüften und eingegebenen Ersatzbetrag ein. Eine allgemeine Informationsseite des Familienportals nennt mehrere Einflussfaktoren für die mögliche Höhe von Elterngeld, darunter Leistungsart, bisheriges Einkommen, Einkommen während des Bezugs, weitere staatliche Leistungen und die Familiensituation. Diese Informationen findest du im FAQ des Familienportals zum Elterngeld. Daraus lässt sich für deine konkrete Situation kein Betrag ableiten, ohne die persönlichen Voraussetzungen vollständig zu prüfen.
Dokumentiere zu jedem Ereignis:
- Beginn,
- Ende oder Dauer,
- verwendeten Einkommensfaktor,
- eingegebenen Ersatzbetrag,
- eigene Prüfgrundlage,
- die davon betroffene Person oder Kostenart.
Beantworte nach jeder Variante drei Fragen: Wie lange reicht der jeweils zugeordnete Reservetopf? In welchem Monat sinkt der Spielraum am stärksten? Welche einzelne Eingabe verändert das Ergebnis am deutlichsten?
Ereignisse vergleichen
Ein Ereignis kann früher oder später beginnen, kürzer oder länger dauern oder einen anderen selbst geprüften Ersatzbetrag erhalten. Vergleiche diese Varianten getrennt, ohne einen höheren Ersatzbetrag automatisch aus einer längeren Dauer abzuleiten.
Du kannst etwa denselben Ausfall ab Monat 5 und ab Monat 8 modellieren. Wenn der spätere Beginn zu einer kleineren Lücke führt, liegt das möglicherweise an einem höheren Reservebestand oder an einer anderen Überschneidung mit weiteren Ereignissen. Der Rechner erklärt nicht, ob der Zeitpunkt tatsächlich so eintreten wird.
Wende Stressannahmen zunächst einzeln und danach gemeinsam an. So erkennst du, ob die Lücke hauptsächlich durch das Einkommen, durch höhere Kosten oder durch die Rate entsteht. Aussagen über Auszahlung, Bewilligung, Steuerbehandlung oder Versicherungsleistungen gehören nicht in das Ergebnis des Rechners.
Bei mehreren gleichzeitigen Ereignissen hilft eine Monatsansicht besonders. Ein Einkommensrückgang im selben Monat wie eine jährliche Zahlung oder eine einmalige Anschaffung kann ein anderes Ergebnis ergeben als dieselben Beträge in getrennten Monaten. Der Rechner macht diese zeitliche Überlappung sichtbar, trifft aber keine Aussage darüber, ob das Ereignis vermeidbar oder wahrscheinlich ist.
Unterlagen und Quellen prüfen
Eine übersichtliche Unterlagenmappe verbessert die Eingaben und erleichtert Gespräche. Sie ist eine unverbindliche Organisationshilfe, keine vollständige Bank-, Rechts-, Steuer- oder Versicherungsanforderung.
Sammle für beide Personen aktuelle Nachweise zum Nettoeinkommen und eine nachvollziehbare Aufstellung der persönlichen monatlichen Kosten. Erfasse gemeinsame Haushaltskosten nach Kategorien, zum Beispiel Wohnen, Energie, Mobilität, Kommunikation, Versicherungen und regelmäßige Verpflichtungen.
Notiere Kreditdaten separat:
- Kreditbetrag oder gewünschter Betrag,
- monatliche Rate,
- angenommene Laufzeit,
- vorhandene Angebots- oder Vertragsunterlagen,
- weitere Kosten, soweit sie im echten Angebot ausgewiesen sind.
Für die Reserven gehören Startbestände, monatliche Aufbauwerte und die eingegebenen Monatsbedarfe in eine eigene Übersicht. Ordne Ereignisunterlagen nach Zeitraum, erwarteter Einkommensänderung und selbst geprüftem Ersatzbetrag. Schreibe daneben, ob es sich um eine bestätigte Zahl, eine eigene Annahme oder eine offene Frage handelt.
Bei Eigentum oder gemeinsamer Verpflichtung sollten Vertragsunterlagen, Eigentumsdokumente und interne Vereinbarungen qualifiziert geprüft werden. Der Rechner kann die Dokumente nicht auslegen. Er kann jedoch helfen, die Zahlenfragen vor einem Gespräch klarer zu benennen, etwa: Welche Rate wurde modelliert? Welcher persönliche Spielraum bleibt? Welche Reserve wäre in welchem Monat betroffen?
Was die Quellen nicht leisten
Die einschlägige gesetzliche Fundstelle liefert den gesetzlichen Kontext zur Gesamtschuld. Die einschlägige gesetzliche Fundstelle betrifft die interne Beziehung mehrerer Verpflichteter. Daraus folgt keine automatische Eigentumsquote und keine konkrete Aussage über einen individuellen Ausgleich.
Die einschlägige gesetzliche Fundstelle betrifft die Kreditwürdigkeitsprüfung durch den Darlehensgeber. Daraus folgt keine Prognose zu Zinssatz, Score, Vertragsbedingungen oder dem Ergebnis eines bestimmten Darlehensgebers.
Die gesetzlichen und allgemeinen Informationsquellen ordnen Elternzeit und Elterngeld allgemein ein. Sie ersetzen keine individuelle Prüfung des Leistungsbetrags, der familiären Situation, der Steuerfolgen oder weiterer Ansprüche.
Steuern, Unterhalt, Versicherungen, Vertragsauslegung, Eigentum und interne Ausgleichsfragen müssen außerhalb der Rechenlogik qualifiziert geklärt werden. Der Rechner liefert dafür keine individuelle Rechts- oder Finanzberatung.
Kernaussagen
- Trenne Ebenen: Interner Beitragsanteil, Eigentumsanteil und Vertragsrolle beantworten verschiedene Fragen und dürfen nicht ineinander umgerechnet werden.
- Prüfe zuerst die Basisrechnung: Zahlungskapazität vor Rate, Haushaltsspielraum, Beiträge und persönliche Spielräume müssen aus getrennten Eingaben nachvollziehbar entstehen.
- Vergleiche Szenarien: Ändere Beitragsschlüssel, Rate, Kosten, Reserveaufbau und Ereigniszeitpunkte einzeln, damit die Wirkung jeder Stellschraube sichtbar bleibt.
- Behalte Reservetöpfe getrennt: Persönliche und gemeinsame Reserven brauchen eine sichtbare Zuordnung und eine klare Entnahmereihenfolge.
- Dokumentiere das Monatsledger: Reserveaufbau, Entnahme, Ersatzbetrag, Exitkosten und Rundung brauchen eine feste Reihenfolge, damit Expert-Ergebnisse reproduzierbar sind.
- Lass Vertragsfragen prüfen: Eine interne Rechenannahme begrenzt nicht automatisch eine mögliche Verpflichtung aus einem konkreten Vertrag.
FAQ
Was bedeutet Zahlungskapazität vor Rate?
Sie zeigt, welcher Betrag nach persönlichen Kosten, gemeinsamen Haushaltskosten und dem eingegebenen gemeinsamen Reserveaufbau für die Rate und den verbleibenden Haushaltsspielraum vorhanden ist. Im Basisbeispiel beträgt sie 2.000 Euro.
Warum ist der Haushaltsspielraum nicht dasselbe wie der persönliche Spielraum?
Der Haushaltsspielraum bleibt nach Abzug der Rate zunächst eine gemeinsame Größe. Der persönliche Spielraum entsteht erst, wenn der interne Beitrag jeder Person zu Haushaltskosten, Rate und Reserveaufbau abgezogen wird.
Welche Beitragsregel ist die richtige?
Eine allgemeine Vorgabe gibt es nicht. Proportional, hälftig, nach Eigentumsanteil und mit festem Anteil von A sind unterschiedliche interne Rechenannahmen. Vergleiche mehrere Regeln und besprecht, welche Annahme ihr nachvollziehen könnt.
Bedeuten 57,45 Prozent Rechenbeitrag automatisch 60 Prozent Eigentum?
Nein. Die 57,45 Prozent entstehen im Beispiel aus dem Verhältnis der nach persönlichen Kosten verfügbaren Beträge. Die 60 Prozent sind eine separate Eigentumsangabe und werden nicht aus der Beitragsrechnung abgeleitet.
Sind beide Personen bei gemeinsamer Vertragsrolle nur für ihren internen Anteil verantwortlich?
Das lässt sich aus dem Rechner nicht ableiten. Maßgeblich sind die konkreten Vertragsunterlagen und die jeweilige rechtliche Rolle. Eine interne Aufteilung kann eine mögliche Verpflichtung gegenüber dem Gläubiger nicht automatisch begrenzen.
Was bedeutet eine ungedeckte Lücke?
Sie entsteht, wenn der rechnerische Fehlbetrag nach der festgelegten Reserve- und Zahlungslogik nicht vollständig aus dem zugeordneten Reservetopf gedeckt werden kann. Dafür müssen Entnahmereihenfolge und Topfzuordnung im Methodenaudit stehen.
Warum kann der Stresspfad früher eine Lücke zeigen?
Im Stresspfad wirken mehrere Änderungen gleichzeitig: niedrigere Einkommen, höhere persönliche Kosten, höhere gemeinsame Kosten und eine höhere Rate. Treffen diese Änderungen zusätzlich mit einem Ereignis zusammen, sinkt der Spielraum in den betroffenen Monaten stärker.
Warum muss ich einen Ersatzbetrag selbst prüfen und eingeben?
Die Höhe einer Familienleistung hängt von mehreren persönlichen Faktoren ab. Der Rechner prüft diese Voraussetzungen nicht und erstellt keine individuelle Leistungsprognose. Verwende daher nur einen Betrag, den du selbst anhand geeigneter Unterlagen geprüft hast.
Wie kann ich einen schwierigen Wert verbessern?
Teste Beitragsschlüssel, Rate, Betrag, Reserveaufbau, Kostenaufteilung und Ereigniszeitpunkte als getrennte Szenarien. Bei Laufzeit, Vertragsrolle, Eigentum oder Haftung solltest du die konkreten Unterlagen qualifiziert prüfen lassen.
Kann der Rechner eine Kreditentscheidung oder Eigentumsquote berechnen?
Nein. Er vergleicht eingegebene Haushaltsannahmen und Szenarien. Er ermittelt weder eine Kreditentscheidung noch einen Zinssatz, eine Vertragsbedingung, eine Eigentumsquote oder eine individuelle Rechtsfolge.
Was passiert, wenn die vier Monatsbedarfe für das Reserve-Ziel fehlen?
Dann kann der Rechner zwar Monatsbewegungen darstellen, aber nicht zuverlässig prüfen, wann das Reserve-Ziel erreicht oder geschützt wird. Hinterlege die vier Bedarfswerte und dokumentiere, wie sie zustande kommen.
Was passiert, wenn eine Reserve den negativen Monatsbetrag deckt?
Dann kann der Monat trotz eines negativen Spielraums vor Reserven ohne ungedeckte Lücke enden. Der Rechner muss dabei zeigen, aus welchem Topf welcher Betrag entnommen wurde und wie hoch die Schlussreserve bleibt.
Bleiben meine Eingaben im Rechner?
Die vorgesehenen Daten bleiben nur im Browser und werden weder gespeichert noch übertragen. Bei sensiblen Eingaben solltest du trotzdem die konkrete Browserumgebung prüfen und lokale Exporte auf dem eigenen Gerät sorgfältig behandeln.