Wer eine Wohnung mietet und die Kaution nicht als Geld hinterlegen möchte, kann dem Vermieter eine Mietkautionsbürgschaft anbieten. Dabei bürgt ein Versicherer oder eine Bank für die Kaution. Der Mieter zahlt dafür laufende Beiträge. Der Vermieter muss diese Form der Sicherheit nicht akzeptieren.
Vergleichen Sie die Gesamtkosten mit einem Rechner und die Tarifbedingungen miteinander. Klären Sie auch, welche Bürgschaftsform der Vermieter annimmt. Vorlagen eignen sich vor allem für private Bürgschaften. Sie ersetzen in der Regel keine Bürgschaftsurkunde eines Versicherers oder einer Bank.
Welche Werkzeuge helfen beim Vergleich?
Die Angebote lassen sich nicht allein anhand eines Jahresbeitrags vergleichen. Entscheidend sind auch die Laufzeit, mögliche Mindestbeiträge und die Bedingungen, unter denen der Bürge an den Vermieter zahlen muss.
| Werkzeug | Wofür es sich eignet | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Vergleichsrechner von Tarife im Test | Er fragt Kautionshöhe, Mietdauer und privaten oder gewerblichen Zweck ab. | Die abgefragten Werte erleichtern den Vergleich; prüfen Sie anschließend die konkreten Tarifbedingungen und Kosten. |
| Kostenrechner Barkaution oder Bürgschaft | Er stellt laufende Bürgschaftsbeiträge einer gebundenen Barkaution gegenüber. | Das Rechenbeispiel ist eine Orientierung, kein individuelles Tarifangebot. |
| DFSI-Studie zu Mietkautionspolicen | Sie vergleicht Tarife anhand von Bedingungen und standardisierten Preisberechnungen. | Die Ergebnisse beziehen sich auf die untersuchten Tarife und den Erhebungszeitraum 2025. |
| Vorlage für eine Mietbürgschaft | Sie bietet ein bearbeitbares Muster für eine private, selbstschuldnerische Bürgschaft mit Höchstbetrag. | Eine private Bürgschaft ist etwas anderes als eine Police oder Bankbürgschaft. Lassen Sie die konkrete Verwendung vom Vermieter bestätigen. |
In den hier verfügbaren Angaben veröffentlicht Tarife im Test keine konkreten Vergleichspreise. Der Rechner dient daher als Eingabehilfe. Vergleichen Sie die Angebote anschließend anhand ihrer Vertragsunterlagen.
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So vergleichen Sie Kosten und Bedingungen
Vergleichen Sie Angebote nur bei derselben Kautionshöhe und derselben angenommenen Laufzeit. Prüfen Sie außerdem, ob Sie den Beitrag jährlich oder monatlich zahlen und ob ein Mindestbeitrag gilt. Bei kleinen Kautionssummen erhöht ein Mindestbeitrag den effektiven Prozentsatz erhöhen. Auf einer Vergleichsseite stehen zum Beispiel Beitragssätze von rund 4,3 bis 4,7 Prozent und ein monatlicher Mindestbeitrag für ein Angebot. Diese Angaben zeigen den Stand der jeweiligen Seite. Sie sind weder eine unabhängige Preisprüfung noch eine dauerhafte Zusage. Die Seite erklärt außerdem, dass sie keinen allgemeinen „besten Anbieter“ ermittelt. Details stehen im Anbieter- und Preisvergleich.
Der Rechner zur Barkaution oder Bürgschaft vergleicht laufende Bürgschaftsbeiträge mit dem Geld, das bei einer Barkaution gebunden ist. Bürgschaftsbeiträge erhalten Sie am Ende des Mietverhältnisses nicht zurück. Die Barkaution wird nach dem Auszug abgerechnet und bei fehlenden Ansprüchen zurückgezahlt. Die tatsächlichen Kosten und eine mögliche Verzinsung richten sich nach dem Angebot und dem Kautionskonto.
Neben dem Beitrag zählt die Art der Bürgschaft. Bei einer Bürgschaft „auf erstes Anfordern“ kann der Vermieter vom Bürgen die Zahlung verlangen, bevor der Bürge die Forderung prüft. Wird zu Unrecht gezahlt, muss der Mieter die Auszahlung möglicherweise zunächst hinnehmen und seine Ansprüche danach geltend machen. Prüfen Sie diese Klausel deshalb ausdrücklich, statt nur auf die Gesamtnote oder den Preis zu schauen.
Die DFSI-Studie 2025 gewichtet Tarifbedingungen mit 90 Prozent und den Preis mit 10 Prozent. Sie unterscheidet außerdem zwischen Policen mit und ohne „auf erstes Anfordern“. In der ersten Gruppe erreichte Moneyfix 100 Punkte; in der Gruppe ohne diese Klausel erzielte plusFortakautionsfrei.de mit der R+V-Mietkautionsbürgschaft 100 Punkte. Diese Ergebnisse gelten für die untersuchten Tarife im Testzeitraum. Sie sagen nicht aus, ob die Tarife heute noch dieselben Bedingungen oder Preise haben.
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Vorlagen richtig einsetzen
Eine Vorlage für eine private Mietbürgschaft eignet sich nicht automatisch für eine gewerbliche Bürgschaft oder eine Versicherungspolice. Klären Sie zuerst mit dem Vermieter, welche Form er akzeptiert und ob er eine bestimmte Urkunde verlangt. Füllen Sie erst dann ein Muster aus.
Lexcontract beschreibt die Vorlage als bearbeitbares Muster für eine selbstschuldnerische Bürgschaft bis zu einem Höchstbetrag. Ein Versicherer stellt diese Bürgschaftsurkunde nicht aus. Eine Bürgschaftserklärung muss grundsätzlich schriftlich abgegeben werden; die rechtlichen Hinweise des Mieter-Magazins zur Bürgschaft erläutern auch die Grenzen bei der Höhe der Sicherheit.
Bei Wohnraum darf die Mietsicherheit grundsätzlich höchstens drei Nettokaltmieten betragen. Eine zusätzliche Bürgschaft neben einer bereits ausgeschöpften Barkaution kann diese Grenze überschreiten. Lassen Sie daher die Gesamthöhe aller Sicherheiten prüfen, bevor Sie eine zweite Sicherheit unterschreiben. Eine Bürgschaft beseitigt außerdem keine berechtigte Forderung des Vermieters: Zahlt der Bürge, kann er Rückgriff beim Mieter nehmen.
Vor dem Antrag mit dem Vermieter klären
Fragen Sie vor dem Abschluss schriftlich, ob der Vermieter eine Versicherungs- oder Bankbürgschaft akzeptiert und welche Angaben die Urkunde enthalten muss. Der Vermieter muss eine Kautionsversicherung nicht annehmen und entscheidet selbst, welche Sicherheitsform er akzeptiert. Das erklärt auch die Sparkasse zur Kautionsversicherung.
Kredit kostenlos und Schufa-neutral anfragen
Halten Sie für den Angebotsvergleich mindestens die verlangte Kautionshöhe und die voraussichtliche Mietdauer bereit. Prüfen Sie im Tarifangebot, wie die Beiträge berechnet werden, ob Mindestbeiträge anfallen und ob die Klausel „auf erstes Anfordern“ gilt. Fragen Sie auch, wie die Bürgschaft endet. Nach den Informationen der Sparkasse setzt die Kündigung eine andere Sicherheit und die Bestätigung des Vermieters voraus. Bewahren Sie die schriftliche Annahme des Vermieters und die Bürgschaftsurkunde auf.
Kernaussagen
- Klären Sie zuerst die Annahme: Der Vermieter muss eine Mietkautionsbürgschaft nicht akzeptieren. Fragen Sie nach der gewünschten Form und Urkunde, bevor Sie einen Vertrag abschließen.
- Vergleichen Sie die Gesamtkosten: Rechnen Sie Beiträge über die erwartete Mietdauer zusammen und prüfen Sie Mindestbeiträge sowie Zahlungsrhythmus.
- Prüfen Sie „auf erstes Anfordern“: Bei dieser Klausel kann eine Auszahlung an den Vermieter erfolgen, bevor die Forderung inhaltlich geklärt ist.
- Trennen Sie Muster und Police: Eine private Bürgschaftsvorlage ersetzt keine vom Versicherer oder von der Bank ausgestellte Bürgschaftsurkunde.
- Achten Sie auf die Höchstgrenze: Prüfen Sie, ob Barkaution und Bürgschaft zusammen die zulässige Mietsicherheit überschreiten.
FAQ
Welcher Rechner eignet sich für den Angebotsvergleich?
Der Rechner von Tarife im Test fragt Kautionshöhe, Mietdauer und Verwendungszweck ab. Nutzen Sie diese Werte, um Angebote auf derselben Grundlage zu vergleichen, und prüfen Sie die Preise und Vertragsbedingungen anschließend beim Anbieter.
Ist die Barkaution immer günstiger?
Nein, entscheidend sind die konkreten Beiträge und Ihre finanzielle Situation. Eine Barkaution bindet Geld, das nach der Abrechnung gegebenenfalls zurückkommt; Bürgschaftsbeiträge sind laufende Kosten und werden am Mietende nicht erstattet.
Kann ich eine kostenlose Vorlage für jede Mietkautionsbürgschaft verwenden?
Nein. Eine Vorlage für eine private Bürgschaft ersetzt nicht automatisch die Urkunde eines Versicherers oder einer Bank. Stimmen Sie Form und Wortlaut zuerst mit dem Vermieter ab.
Was passiert, wenn der Vermieter die Bürgschaft nicht annimmt?
Dann brauchen Sie eine andere akzeptierte Sicherheit, etwa eine Barkaution oder eine Bankbürgschaft, sofern der Vermieter dieser zustimmt. Schließen Sie keine Police ab, bevor die Vermieterseite die Bürgschaftsform bestätigt hat.