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Wie kündige ich meinen Dispokredit?

✓ Beantwortet von der Redaktion Umschuldung 5 Min. Lesezeit

Inhalt der Antwort
  1. Kurze Antwort
  2. Was bei der Kündigung gilt
  3. Worauf Sie bei der Bank achten sollten
  4. Zinsen auf einen offenen Dispo
  5. Typische Fehler bei der Kündigung
  6. Wenn die Rückzahlung nicht auf einmal klappt
  7. Kernaussagen
  8. FAQ
FrageSo oder ähnlich fragen viele

Ich habe seit Jahren einen Dispokredit auf meinem Girokonto, eingerichtet als Überziehungsrahmen von 5.000 Euro. In der letzten Zeit bin ich allerdings immer mal wieder ins Minus gerutscht, und gerade stehe ich mit 2.300 Euro im Soll. Eigentlich möchte ich diesen Rahmen nicht mehr nutzen, weil ich meine Finanzen endlich in Ordnung bringen will.

Wie kündige ich den Dispokredit am besten? Muss ich etwas Besonderes beachten, wenn mein Konto noch im Minus ist, und wie kann ich die Restschuld zurückzahlen, ohne mich zu überfordern?

Redaktion KreditzentraleAntwort der Redaktion

Wer den Dispo nicht mehr nutzen möchte, will meist den vereinbarten Überziehungsrahmen auf dem Girokonto beenden oder senken. Der Dispo ist der Betrag, um den die Bank das Konto ins Minus gehen lässt. Wie Sie ihn kündigen, hängt von Ihrem Vertrag und Ihrer Bank ab.

Wenn Ihr Konto bereits im Minus ist, sollten Sie auch klären, wie Sie den Betrag zurückzahlen.

Kurze Antwort

Wenden Sie sich an Ihre Bank und kündigen Sie den Disporahmen schriftlich oder über das Online-Banking, falls die Bank dort eine entsprechende Funktion anbietet. Es gibt keinen einheitlichen Kündigungsweg und keine Frist, die für alle Banken gilt. Entscheidend sind Ihr Vertrag und die Bedingungen Ihrer Bank. Ein bestehendes Minus verschwindet durch die Kündigung nicht und muss weiterhin zurückgezahlt werden. Fragen Sie die Bank deshalb nach dem Wirksamkeitsdatum und danach, wie sie mit einem noch offenen Betrag umgeht.

Sprechen Sie zuerst mit Ihrer Bank, um das Wirksamkeitsdatum der Kündigung und die Rückzahlung des offenen Betrags zu klären. Möchten Sie die Restschuld über einen Ratenkredit abfinanzieren, können Sie über smava verschiedene Angebote vergleichen. Die Anfrage ist Schufa-neutral.

Was bei der Kündigung gilt

Die Bank legt mit Ihnen einen Höchstbetrag fest, bis zu dem Sie Ihr Konto überziehen dürfen. Dieser Überziehungsrahmen heißt auch Dispositionskredit oder Dispo. Laut BaFin-Glossar stehen in der Vereinbarung unter anderem die Obergrenze sowie mögliche Entgelte und Zinsen.

Prüfen Sie im Kreditvertrag, in den Kontobedingungen oder im Online-Banking, wie Sie den Rahmen kündigen oder herabsetzen können. Teilen Sie der Bank mit, welchen Disporahmen Sie kündigen möchten. Bitten Sie um eine Bestätigung, ab welchem Datum Sie ihn nicht mehr nutzen können. Eine Kündigung des Dispos beendet nicht automatisch Ihr Girokonto.

Ein offener Minusbetrag bleibt eine Schuld. Bitten Sie die Bank schriftlich um Auskunft, wann und wie Sie den Betrag zurückzahlen müssen. Bei Kontist ist eine Selbstkündigung beispielsweise über die App möglich, aber nur, wenn das Konto nicht im Minus steht; der Weg dort führt über „Profil“, „Dispokredit“ und „kündigen“. Dieser Ablauf gilt nur für Kontist und lässt sich nicht auf andere Banken übertragen.

Worauf Sie bei der Bank achten sollten

Klären Sie vor der Kündigung, wann sie gelten soll, wie hoch Ihr aktueller Kontostand ist und wie Sie ein mögliches Minus zurückzahlen. Wenn Ihr Konto im Minus ist, klären Sie mit der Bank, wie Sie den Betrag zurückzahlen, bevor der Disporahmen wegfällt. So wissen Sie, ob Sie das Minus sofort ausgleichen müssen oder die Bank eine andere Rückzahlung vereinbart.

Die Bank kann den Disporahmen ebenfalls beenden. Die Hanseatic Bank beschreibt den Dispo als freiwillige Kreditmöglichkeit, die sie zurücknehmen kann. Eine Mitteilung über eine Kürzung oder Kündigung durch die Bank ist deshalb etwas anderes als Ihre eigene Kündigung. Reagieren Sie darauf umgehend und prüfen Sie die genannte Frist sowie Ihre Vertragsbedingungen.

Zinsen auf einen offenen Dispo

Für die Kosten zählen der überzogene Betrag und der geltende Zinssatz. Auch die Dauer, die das Konto im Minus bleibt, spielt eine Rolle. Ihr tatsächlicher Zinssatz steht im Kreditvertrag, im Preis- und Leistungsverzeichnis oder in den Kontoinformationen Ihrer Bank. Die Bank berechnet die Zinsen anhand des überzogenen Betrags und der Zeit, in der Ihr Konto im Minus ist. Sie rechnet die Zinsen häufig gesammelt ab. Mehr dazu erfahren Sie bei der Zinsberechnung für den Dispo.

Typische Fehler bei der Kündigung

Ein häufiger Fehler ist, die Kündigung mit der Rückzahlung gleichzusetzen. Die Kreditlinie kann enden, während das Konto weiterhin im Minus ist. Klären Sie deshalb die Rückzahlung, bevor der Disporahmen wegfällt.

Verlassen Sie sich außerdem nicht auf Fristen oder Abläufe, die für eine andere Bank gelten. Lesen Sie Ihren Vertrag und bitten Sie Ihre Bank um eine schriftliche Bestätigung. Prüfen Sie auch, ob noch Lastschriften oder Kartenzahlungen anstehen: Fällt der verfügbare Überziehungsrahmen weg, kann das Konto für geplante Abbuchungen nicht mehr ausreichend gedeckt sein.

Wenn die Rückzahlung nicht auf einmal klappt

Wenn Sie das Minus nicht kurzfristig ausgleichen können, sprechen Sie Ihre Bank an, bevor sie den Dispo beendet oder Ihre Zahlungen scheitern. Fragen Sie nach einer Ratenzahlung oder prüfen Sie, ob ein Ratenkredit mit festgelegter Monatsrate insgesamt günstiger ist. Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins und die Gesamtkosten eines Ratenkredits mit den Kosten, die bei dauerhaftem Dispo entstehen. Ein Ratenkredit hilft nur, wenn die Monatsrate zu Ihrem Budget passt.

Ein Vergleichsportal wie smava kann Angebote für einen Ratenkredit gegenüberstellen. Achten Sie bei der ersten Prüfung darauf, dass das Portal ausdrücklich eine schufaneutrale Konditionsanfrage stellt, also eine Anfrage zum Vergleich von Kreditangeboten. Vor einem verbindlichen Kreditantrag sollten Sie prüfen, welche Anfrage das Portal und der jeweilige Anbieter übermitteln.

Kernaussagen

  • Fragen Sie Ihre Bank nach dem Kündigungsweg und Wirksamkeitsdatum: Frist und Ablauf hängen von Ihrem Vertrag und Ihrer Bank ab.
  • Klären Sie ein bestehendes Minus vorab: Die Kündigung des Dispos tilgt die offene Schuld nicht.
  • Prüfen Sie den Zinssatz in Ihren Vertragsunterlagen: Er ist für die Kosten eines offenen Dispos maßgeblich.
  • Vergleichen Sie bei dauerhaftem Minus die Rückzahlungsoptionen: Ein Ratenkredit kann günstiger sein, wenn Zinssatz und Monatsrate passen.

FAQ

Kann ich den Dispo kündigen, obwohl mein Konto im Minus ist?

Das hängt von den Bedingungen Ihrer Bank ab. Kontist erlaubt die Kündigung über die App nur bei ausgeglichenem Konto. Fragen Sie Ihre Bank, wie sie den offenen Betrag behandelt, und holen Sie sich die Rückzahlungsregelung schriftlich.

Wie lange dauert es, bis der Dispo gekündigt ist?

Eine einheitliche Frist für alle Banken gibt es nicht. Fragen Sie Ihre Bank nach dem konkreten Datum, ab dem Sie den Rahmen nicht mehr nutzen können, und prüfen Sie dazu Ihren Vertrag.

Hat die Kündigung Auswirkungen auf meine SCHUFA?

Allein aus der Kündigung des Disporahmens lässt sich nicht sicher ableiten, ob ein SCHUFA-Eintrag entsteht. Es kommt auch darauf an, ob offene Forderungen oder Zahlungsprobleme entstehen. Wenn Sie unsicher sind, können Sie bei der SCHUFA eine Datenkopie anfordern und die gespeicherten Angaben prüfen.

Was mache ich, wenn ich den Dispo nicht auf einmal zurückzahlen kann?

Sprechen Sie mit Ihrer Bank über eine Ratenzahlung und vergleichen Sie gegebenenfalls einen Ratenkredit. Achten Sie auf den effektiven Jahreszins, die Gesamtkosten und eine Monatsrate, die Sie dauerhaft tragen können.

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